Teurer Intentia-Kauf: Lawson rutscht in die roten Zahlen.

9. Januar 2007 um 14:09
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Lawson, der unterdessen weltweit fünftgrösste Hersteller von Geschäftssoftware für mittlere und grosse Firmen, ist im abgelaufenen Quartal (bis Ende November) in die roten Zahlen gerutscht.

Lawson, der unterdessen weltweit fünftgrösste Hersteller von Geschäftssoftware für mittlere und grosse Firmen, ist im abgelaufenen Quartal (bis Ende November) in die roten Zahlen gerutscht. Der Umsatz hat sich wegen der Integration der schwedischen Intentia zwar fast auf 185 Millionen Dollar verdoppelt, doch rutschte der Konzern mit einem Minus von 3,5 Millionen Dollar in die roten Zahlen. Vor einem Jahr hat Lawson noch ohne Intentia über 6 Millionen Dollar verdient. Der Verlust kam vor allem aufgrund von Abschreibern und Restrukturierungen in Zusammenhang mit Intentia zustande.
Offenbar laufen die Verkäufe von Neulizenzen nicht so wie gewünscht. Lawson-Boss Harry Debes sagt, Kundenzufriedenheit und -Bindung habe sich verbessert, Cross-Selling zwischen den sich ergänzenden Lösungen entwickle sich gut und die Erträge aus Wartung und Unterhalt seien "gesund". Doch die Lizenzverkäufe seien noch nicht da, wo sie sein sollten.
Tatsächlich setzte Lawson vor der Intentia-Übernahme im Herbstquartal 18 Millionen Dollar aus Lizenzverkäufen um. Nun mit den "M3"-Umsätzen sind es 22 Millionen Dollar, "nur" 22 Prozent mehr.
Im ganzen Geschäftsjahr 07 (bis Mai) will Lawson etwa 733 Millionen Dollar umsetzen.
Lawson nicht an der Cebit
Der ERP-Hersteller wird übrigens gemäss einer Mitteilung von heute nicht an der Cebit teilnehmen. Man wolle lieber an fokussierten Anlässen teilnehmen und die Kunden auch direkt ansprechen, wird die (auch) kostensenkende Massnahme begründet. (hc)

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