Teures Kupfer schürt Sorge um Komponentenengpässe

2. Februar 2011 um 13:01
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Morgen, am 3.

Morgen, am 3. Februar 2011, wird in China das Jahr des Hasen (tu) eingeläutet und dann steht in Fernost für eine Woche fast alles still. Derweil nähert sich der Kupferpreis an der Londoner Metallbörse (London Metal Exchange, kurz LME) dem historischen Rekordhoch von 10'000 Dollar pro metrischer Tonne. Deshalb gehen Notebook-Hersteller davon aus, dass sich nach Chinesisch Neujahr im ersten Halbjahr 2011 das Hauen und Stechen um Komponentenlieferungen noch verschärfen wird. Viele Hersteller der nachgelagerten Komponentenindustrie, von Anschlüssen und Kabeln zum Beispiel, sehen ihre Margen wegen der steigenden Rohstoffpreise immer mehr schwinden.
Ausgelöst von den explodierenden Preisen für Edelmetalle, allen voran Gold und Silber, rückt zunächst Kupfer und dann Aluminium als Ersatz immer mehr ins Interesse der Elektroindustrie. Da Notebooks mit Metallgehäuse einfach höherwertiger aussehen, setzen die Hersteller mehr und mehr auf Chassis aus Aluminiumverbindungen, weshalb hier in der zweiten Jahreshälfte zunehmende Engpässe erwartet werden. Rohstofffonds haben seit dem Hype Anfang des Jahres zum Teil zwar deutlich nachgelassen, die Sorge um steigende Rohstoffpreise, für Seltene Erden zum Beispiel, bleibt aber und führt – ziemlich ungewöhnlich in der Geschichte der Branche – zu einem leichten Auftrieb bei den Preisen für IT-Hardware. (Klaus Hauptfleisch)

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