Threema neu mit Desktop-App

1. November 2021, 14:16
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Seit fast 10 Jahren steht der Messenger Threema den Nutzern von Smartphones zur Verfügung. Nun lanciert das Unternehmen eine neue Desktop-App.

Mit seiner Verschlüsselung war der Schweizer Kommunikationsdienst Threema von Anfang an eine sichere Alternative zu Whatsapp und Co. Diverse Pannen und Datenlecks bei der Konkurrenz brachten dem kostenpflichtigen Dienst immer mehr Nutzende – im Google Play Store wurde die App bereits über eine Million Mal heruntergeladen. Neu will das Unternehmen mit einer Desktop-App punkten, mit der das Austauschen von Nachrichten am Computer noch bequemer und vor allem auch ohne Sicherheitsrisiken funktionieren soll. Möglich machen soll dies eine End-zu-End-verschlüsselte Verbindung, die zwischen dem Computer und einem mobilen Endgerät hergestellt wird.

Noch sicherer

In Sachen Sicherheit soll der neue Desktop-Client sogar die Standards der bereits vorhandenen Web-Lösung übertreffen. Einerseits bestehe keine Möglichkeit, dass Browser-Plugins Schwachstellen einführen, und andererseits sei es für Angreifer noch schwieriger, den App-Code zu manipulieren, da er nicht bei jeder Sitzung von einem Server abgerufen, sondern lokal beim Nutzenden gespeichert werde, so der Anbieter in einer Mitteilung. Die neue Desktop-Lösung basiert demnach auf dem Vorgänger Threema Web und ist für sämtliche gängigen Betriebssysteme verfügbar. Der gesamte Funktionsumfang der Webversion wird auch von der Desktopversion abgedeckt.

Noch nicht perfekt

Kaum gestartet, haben die Entwickler bereits begonnen, das Programm zu überarbeiten. So wird an einer neuen Benutzeroberfläche gearbeitet, die auf einer völlig neuen Software-Architektur beruht und dank einer Multi-Device-Funktionalität die Verwendung der App in Zukunft auch ohne eine aktive Verbindung mit einem Mobilgerät ermöglichen soll. Die Entwicklung dieses Features nehme allerdings noch einige Zeit in Anspruch, da es immer wieder technische Hürden gebe, die es zu überwinden gelte, ohne dabei die Sicherheit oder den Datenschutz zu vernachlässigen, so Threema.

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