Thunderbolt-USB-Standardkrieg?

18. Mai 2011, 10:38
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Hewlett-Packard baut in seiner neusten Generation von PCs nicht Thunderbolt ein, sondern setzt auf USB 3.0-Aschlüsse. Die blitzschnelle Intel-Apple-Schnittstelle ringt damit weiterhin um Akzeptanz.

Hewlett-Packard baut in seiner neusten Generation von PCs nicht Thunderbolt ein, sondern setzt auf USB 3.0-Aschlüsse. Die blitzschnelle Intel-Apple-Schnittstelle ringt damit weiterhin um Akzeptanz.
Der weltgrösste PC-Hersteller HP hat am Montag seine neuste PC-Linie vorgestellt und mit der Wahl der Anschlüsse einiges an Aufregung ausgelöst: Verbaut werden auf Wunsch zwar USB-Anschlüsse der neusten Generation 3.0, aber keine Thunderbolt-Ports.
Gegenüber 'PC World' erklärte der HP-Manager Xavier Lauwaert: "Wir haben [Thunderbolt] angeschaut. Wir schauen es immer noch an." Aber alle Nutzer schienen mit USB 3.0 glücklich zu sein. "Brauchen wir eine ausgefallenere Lösung? Davon sind wir noch nicht überzeugt."
Intel-Mac-Welt
Thunderbolt wurde von Apple zusammen mit Intel entwickelt und kombiniert Daten- und Videotransport in einem Kabel. Ursprünglich "Light Peak" genannt, unterstützt Thunderbolt zwei bidirektionale Kanäle mit jeweils 10 Gbit/s (Gigabit pro Sekunde) und ist somit 20 Mal schneller als USB 2.0, zwölfmal schneller als FireWire 800 und auch sechsmal schneller als USB 3.0.
Seinen Eintritt in den Markt machte der neue Anschluss im vergangenen Februar mit den neuen Modelle von Apple. An der Cebit anfangs März wurden bereits erste Thunderbolt-Festplatten gezeigt.
Standard-Krieg
Ob sich "USB 3.0 vs. Thunderbolt" zum regelrechten Standard-Krieg entwickeln wird, ist noch nicht absehbar.
Denkbar ist auch ein Zusammengehen der beiden Technologien: 'Everything USB', eine Seite die sich seit 2002 Jahren den Nachrichten über den USB-Port widmet, berichtet heute, dass Sony einen kombinierten Anschluss entwickelt haben könnte.
Allerdings ist auch daran zu erinnern, dass Apple bereits 1998 die damals in der PC-Welt noch weit verbreitete Floppy-Disk als erster Hersteller beerdigte. Und den farbigen 1,44 MB-Scheibchen weint heute wohl niemand mehr eine Träne nach. (Philippe Kropf)

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