Thurgau entscheidet sich für E-Voting-Lösung der Post

21. August 2017, 14:18
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Der Kanton Thurgau möchte das E-Voting-System der Post einführen.

Der Kanton Thurgau möchte das E-Voting-System der Post einführen. In einem ersten Schritt sollen Auslandthurgauer elektronisch abstimmen und wählen können. Danach sollen auch die Einwohner einiger weniger Thurgauer Pilotgemeinden das E-Voting nutzen können, wie die Post am Montag mitteilte. Der Kanton habe sich im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung für die Post als Lieferant entschieden.
Er ist der vierte Kanton schweizweit, der die Lösung der Post nutzen will. Bereits eingesetzt wird das Post-E-Voting in den Kantonen Neuenburg, Bern und Luzern.
Post erfülle Anforderung bezüglich Sicherheit und Verifizierbarkeit
Bisher dürfen E-Voting-Systeme erst für einen Teil aller Stimmberechtigten genutzt werden, nämlich dreissig Prozent. Damit mehr Menschen ihre Stimme elektronisch abgeben können, müssen die Systeme strengere Anforderungen der Bundeskanzlei erfüllen, wie es in der Mitteilung heisst. Die Post habe ihr E-Voting-System durch externe Zertifizierungsstellen daraufhin geprüft. Demnach erfülle die Lösung als erste schweizweit die höheren Anforderungen in Sachen Sicherheit und Verifizierbarkeit und könne deshalb für bis zu fünfzig Prozent der Stimmberechtigten eingesetzt werden.
Damit tatsächlich die Hälfte aller Stimmberechtigten elektronisch abstimmen kann, braucht es allerdings noch die Grundbewilligung des Bundesrates für die betreffenden Kantone. Diese Bewilligung werde jeweils für einen begrenzten Zeitraum vergeben, wie die Post schreibt.
Bis 2018 will die Post die noch höheren Anforderungen für die Zulassung für hundert Prozent aller Stimmberechtigten erfüllen. E-Voting soll nach dem Willen des Bundesrates bis 2019 von einer Mehrheit der Kantone angeboten werden. (sda/kjo)

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