Tibco legt neue Grundsteine

25. September 2020 um 08:30
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Wie wird man der Datenflut in Goldgräber-Zeiten Herr und wie nutzt man sie richtig? Tibco zeigt an der Hausmesse Neuerungen.

Daten sollen das neue Gold sein, jedoch entdecken Firmen nach und nach, wie mühevoll, das Schürfen und Monetarisieren des Schatzes ist. "Die Firmen kämpfen", so CEO Dan Streetman in der Keynote der Hausmesse von Tibco. An anderer Stelle sprach der Anbieter von Big-Data-Lösungen und Software-Integrationen von einem "Daten-Biest".
Wir ändern das, wir können die wirklich komplexe Fragestellungen beantworten, lautete eine der Hauptbotschaften von Tibco an der Hausmesse.
Tibco habe dank Partnerschaften und Eigenentwicklungen nun die Grundsteine für "Sustainable Innovation" bei Kunden gelegt. Das Messemotto ist vieldeutig, doch grosse Hoffnungen setzt die Firma auf den neuen Grundstein "Hyperconverged Analytics".

"Alles, überall, sofort, visualisiert, individuell...."

Die Basis bilden das Tibco-Kern-Produkt "Spotfire", das in Version 11 verfügbar ist, und Tibco Cloud Data Streams. Dies biete "konvergente visuelle Lösungen für Analytics, Data Science und Streaming über Daten- und Analytics-spezifische Rollen hinweg", so die neudeutsche Beschreibung. Oder, in anderen Worten, Streaming von Echtzeit-Events unterschiedlicher Art und die Analyse kumulativer Daten wachsen zusammen.
Kunden hätten schneller Erkenntnisse vorliegen und könnten schneller individuelle Analysen machen, verspricht Tibco, und dies sei heutzutage zentral, denn die Welt drehe sich auch immer schneller.
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Live-Daten eines Formel-1-Boliden visualisiert (Screenshot)
Man habe nun das voll integrierte Lösungsportfolio für komplexe Fragestellungen und rasche Entscheidungen, wurde versprochen und diese könne man aus einer Hand bieten. Dies beginne beim Sammeln von riesigen Mengen an unterschiedlichen Daten aus allen denkbaren Quellen und man "sauge" sie aus der Cloud, aus On-Prem- oder Multi-Cloud-Umgebungen. In der Folge könne man diese Datenberge zusammenführen, mit Kontextinformationen ergänzen, visualisieren und analysieren und dies alles in Echtzeit.
Dies sei möglich sowohl für Menschen (es fiel als Stichwort "Contact Tracing") wie für Systeme und Applikationen, versprach man. Die Partnerschaft mit Workfusion trage nun Früchte, gleichzeitig habe Tibco viel in Daten-Streaming investiert und supporte Technologien wie Apache Kafka.
Weil man in Machine Learning wie in Data-Science-Modelle investiert habe, seien Vorhersagen nun machbar, so der Konzern, um den es stiller geworden war, seit er 2014 von Vista Equity übernommen worden war.

"Big Data ist Teamwork"

Inzwischen will man nicht nur CIOs entzücken, sondern auch Data-Wissenschafter, normale "Wissensarbeiter" im Business und Developer zugleich. Man wolle Business und IT zusammenbringen, denn Big Data sei Teamwork, sagte COO Matt Quinn im Gespräch mit Journalisten.
Auch Developer würden nun besser bedient als früher, man habe sich geöffnet, erklärte er mit Verweis auf offene APIs und das Open-Source-Framework Flogo.
Die Fülle der Neuerungen mag den einen oder anderen Messeteilnehmer ohne Daten-Analysetool an die Grenzen seiner Verarbeitungsfähigkeit gebracht haben. Aber, so die Verantwortlichen, 2020 ist erst die Grundsteinlegung für den Konzern, um den es stiller geworden war, seit er 2014 von Vista Equity übernommen worden war.
Auch für 2021 würden bereits weitere Neuerungen angedeutet, welche zu Investitionen in Datenberge und deren Nutzung motivieren sollen.
Bis dahin ist es angesichts der Corona-Krise noch weit und es ist offen, ob Firmen in neues investieren werden oder abwarten. Erich Gerber, SVP EMEA und APJ, zeigte sich gegenüber Journalisten jedenfalls optimistisch. Man habe Lösungen, welche Entscheidungen beschleunigen, und solche, welche im Bereich Operations Geld sparen können.

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