Tim Cook zum Homeoffice: "Wir haben einander gefehlt"

3. Juni 2021, 15:42
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Zwischen "bürozentrierter Kultur" und Wohnzimmer: Microsoft, Apple, Google und Co. halten es sehr unterschiedlich mit dem Homeoffice.

Drei Tage pro Woche sollen Apple-Angestellte ab Anfang September wieder im Büro arbeiten. Dies geht aus einer E-Mail von Tim Cook hervor, die der Apple-CEO an die Belegschaft des Konzerns verschickt hat. "Bei allem, was wir erreicht haben, während viele von uns getrennt waren, hat uns im letzten Jahr doch etwas Wesentliches gefehlt: einander", zitiert 'The Verge' daraus.
Konkret sollen die meisten Mitarbeitenden montags, dienstags und donnerstags im Büro tätig sein, während sie am Mittwoch und Freitag in den eigenen vier Wänden bleiben dürfen. Zudem sollen sie jeweils mit Genehmigung zwei Wochen ganz aus der Ferne arbeiten dürfen, etwa wenn sie einen Tapetenwechsel wünschen. Ausgenommen von der Regelung sind Teams, die persönlich zusammenarbeiten müssen.
Damit bricht Apple mit seinen restriktiven Regeln. Vor der Pandemie riet man den Angestellten davon ab, von zu Hause aus zu arbeiten. Der Konzern bleibt aber hinter den meisten Konkurrenten zurück. Eine Ausnahme bildet Amazon, das recht unbestimmt von der Rückkehr zu einer "bürozentrierten Kultur" schreibt. "Wir glauben, dass wir so am effektivsten gemeinsam erfinden, zusammenarbeiten und lernen können", heisst es in den Richtlinien.
Google rechnete bereits im Mai damit, dass etwa jeder fünfte Beschäftigte dauerhaft im Homeoffice bleiben wird. Rund 60% der Belegschaft würden lediglich einige Tage pro Woche ins Büro kommen, vermutete man beim Techkonzern, der seine Angestellten pro Jahr 4 Wochen Fernarbeit zum Beispiel aus einer anderen Stadt einräumt. Die konkreten Regeln würden aber unter Berücksichtigung der Aufgaben der einzelnen Angestellten erlassen, berichtete die Depeschenagentur 'DPA'.
Bei Microsoft wünscht man sich ebenfalls ein gemischtes Modell: Satya Nadella nannten auf Linkedin hybride Arbeitsansätze den grössten Umbruch in der Arbeit unserer Generation. Der Konzern gab bekannt, dass seine Angestellten künftig bis zu 50% remote tätig sein dürften.
Auch Mark Zuckerberg erklärte, dass man Remote-Arbeit bei Facebook als Zukunft sehe. In den nächsten 5 bis 10 Jahren könnten bis zur Hälfte der Angestellten ihren Arbeitsort frei wählen, schätzte Mark Zuckerberg. Man müsse das richtige Verhältnis aber erst noch herausfinden, wie HR-Managerin Brynn Harrington gegenüber 'BBC' durchblicken liess.
SAP gab kürzlich bekannt, dass die 100% flexible und auf Vertrauen basierende Wahl des Arbeitsorts, zur Norm werden solle. Eine interne Umfrage hatte ergeben, dass sich mehr als 80% der SAP-Angestellten eine Mischung aus Homeoffice und Büropräsenz wünschen.

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