Tipps zum Schutz vor Serverausfällen wegen Gewittern

13. August 2009 um 16:11
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Der Datenrecovery-Spezialist Kroll Ontrack warnt vor den Gefahren von Gewittern, die erhebliche Risiken für EDV-Geräte bergen.

Der Datenrecovery-Spezialist Kroll Ontrack warnt vor den Gefahren von Gewittern, die erhebliche Risiken für EDV-Geräte bergen. So verzeichne Kroll bei steigenden Temperaturen und Sommergewittern jeweils einen signifikanten Anstieg an Wiederherstellungs-Anfragen, heisst es in einer Mitteilung. Firmen müssten im Hinblick auf die Sicherheit ihrer Daten konsequenter denn je dafür Sorge tragen, dass alle EDV-Anlagen entsprechend geschützt sind und in ausreichend gekühlten Räumen stehen. Die grösste Gefahr gehe erfahrungsgemäss durch Überspannungsschäden nach Blitzeinschlägen aus, die Unternehmen aller Grössenordnungen gleichermassen betreffen würde, warnt Kroll Ontrack und nennt Tipps zur Vermeidung solcher Schäden:
- Bei Gewittern empfiehlt es sich, IT-Geräte abzuschalten und auch die Netzanschlusskabel herauszuziehen.
- Auch während eines Stromausfalls sollten die Stecker der IT-Geräte gezogen, beziehungsweise die entsprechenden Sicherungen herausgedreht werden. Denn es besteht die Gefahr, dass die Signalleistung nach dem Ende des Stromausfalls zunächst noch Schwankungen unterliegt, die ebenfalls zu Schäden führen können.
- Computer sollten in kühlen, trockenen Räumen aufbewahrt werden, um ein Überhitzen der Geräte zu vermeiden.
- Nicht zu viele Rechner über Verlängerungskabel und Steckdosenleisten an ein und dieselbe Stromquelle anschliessen. Sollte die Steckdose von einem Spannungsstoss oder einem Blitzeinschlag betroffen sein, können alle angehängten Computer gleichzeitig beschädigt werden.
- Rechner besser nicht direkt an die Steckdose anschschliessen. Ein Zwischenstecker mit Erdung gegen Stossspannungen und Überspannungsschutz ist eine lohnende Anschaffung. Einige Hersteller bieten übrigens schon bei ihren preisgünstigen Modellen eine Garantie gegen Schäden durch Blitzeinschlag.
- Kleine Firmen mit eigenem Computernetzwerk sollten sich einen Überspannungsschutz anschaffen, der auch die etwaigen Stossspannungen abfängt, die normalerweise durch die Kabel des Netzwerks weitergeleitet würden.
- Der Überspannungsschutz ist regelmässig zu prüfen. Mindestens einmal im Jahr sollten Anwender jedes dieser Geräte kontrollieren, ob sie noch reibungslos funktionieren. Die meisten Modelle namhafter Hersteller zeigen ihren vorschriftsmässigen Betrieb über eine Kontroll-Diode an.
- Stets fest geschaltete Leitungen geben zusätzliche Sicherheit. Die EDV sollte möglichst über einen eigenen Starkstromkreis verfügen und sich diesen nicht etwa mit der Klimaanlage, mit Ventilatoren und/oder sonstigen Nebengeräten teilen müssen. Das verbessert die Qualität der Stromversorgung erheblich und schirmt die Rechner gegen plötzliche Unterspannungen ab, die auftreten können, wenn andere, nicht zur IT gehörende Geräte abgeschaltet werden.
- Spannungsspitzen können einen Computer auch über ein ans Telefonnetz angeschlossenes Modem erreichen. Um Rechner vor Schäden durch Blitzeinschlag zu schützen, sollten deshalb im Falle eines Gewitters die Telefonkabel aus den Buchsen der Modems herausgezogen werden. Auch für Telefonanschlüsse sind entsprechende Sperrgeräte verfügbar.
- Unternehmen mit eigenen Netzwerk-Servern sollten in Lösungen zur unterbrechungsfreien Spannungsversorgung (USV) investieren. Eine solche Einrichtung sorgt für eine gleichmässige Signalleistung ohne Unter- und Überspannungen und stellt über im Bedarfsfall zugeschaltete Akkumulatoren sicher, dass Server auch bei einem allgemeinen Stromausfall weiterlaufen. (bt)

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