"Top 500": Schnellster Supercomputer Europas noch immer in der Schweiz

17. November 2014, 14:46
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    Zum vierten Mal in Folge stellt China den schnellsten Supercomputer der Welt: Die Rechenanlage "Tianhe-2" ("Milchstrasse").

    Zum vierten Mal in Folge stellt China den schnellsten Supercomputer der Welt: Die Rechenanlage "Tianhe-2" ("Milchstrasse"). Europas schnellster Rechner ist immer noch der "Piz Daint" am Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) in Lugano. Die in Guangzhou erbaute Anlage "Tianhe-2" kommt auf eine Dauerrechenleistung von 33,86 Petaflops (Billiarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde) und wird von der National University of Defense Technology (NUDT) betrieben.
    "Piz Daint" vom amerikanischen Hersteller Cray liefert in Lugano eine Leistung von 6,27 Petaflops und kommt damit wieder auf Rang 6 der heute vorgestellten Liste der "Top 500". Insgesamt finden sich 130 Systeme aus Europa auf der zweimal im Jahr veröffentlichten Liste - bei der letzten Ausgabe im Juni waren es noch 116. Die USA betreibt weiter traditionell mit Abstand die meisten Top500-Supercomputer, auch wenn die Zahl von 233 auf 231 Anlagen leicht sank. Aus Asien schafften es 120 Supercomputer in die aktuelle Liste, im Juni waren es noch 132.
    Insgesamt gab es unter den ersten zehn Plätzen nur wenig Veränderung seit dem Juni. Einzig neu hinzugekommen ist eine Cray-Anlage mit einer Leistung von 3,57 Petaflops, die den Herausgebern der Liste zufolge an einem unbekannten Ort in den USA im Dienst der Regierung steht.
    Die "Top 500" wird zweimal im Jahr im Rahmen der International Supercomputer Conference abwechselnd in den USA und in Deutschland veröffentlicht. Die Liste geht zurück auf die Initiative des Mannheimer Informatikers Hans Werner Meuer, der im Januar starb. (sda/hjm)

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