Toshiba bringt Chip-Sparte für 18 Milliarden Dollar unter den Hammer

20. September 2017, 14:28
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Der US-Finanzinvestor Bain Capital mit den Partnern Dell und Apple übernimmt die Chip-Sparte des angeschlagenen Konzerns.

Der US-Finanzinvestor Bain Capital mit den Partnern Dell und Apple übernimmt die Chipsparte des angeschlagenen Unternehmens.
Das monatelange Rennen um die Chipsparte des japanischen Konzerns Toshiba ist entschieden: Für rund 18 Milliarden Dollar erwirbt der US-Finanzinvestor Bain Capital den weltweit zweitgrössten Produzenten von NAND-Chips. Als Partner agieren nach offiziellen Angaben der südkoreanische Konkurrent SK Hynix sowie die langjährigen Toshiba-Kunden Apple und Dell.
Lange Zeit hatte es so ausgesehen, dass der US-Konzern Western Digital das Bieterrennen für sich entscheidet, an dem auch die Foxconn-Mutter Hon Hai beteiligt war. Der Verkaufsprozess war durch wechselnde Allianzen, nachgebesserte Offerten und die Einbindung von Gerichten spannend geworden. Zunächst war unklar, ob Western Digital gerichtliche Schritte gegen den Verkauf vornehmen will.
Toshiba benötigt das Geld aus dem Geschäft umgehend, um sich nach der Insolvenz der US-Kraftwerkstochter Westinghouse neu aufzustellen. Die Kreditgeber hatten den japanischen Traditionskonzern dazu gedrängt, noch in diesem Monat den Chip-Verkauf über die Bühne zu bringen. Sie argumentierten, dass nur in dem Fall noch genügend Zeit ist, dass die Wettbewerbsbehörden die Transaktion ausreichend prüfen und noch vor Beendigung des laufenden Geschäftsjahres grünes Licht erteilen können. Sollte dies nicht gelingen, dürfte Toshiba grosse Finanzprobleme bekommen und müsste sich wohl von der Börse zurückziehen. (sda/kjo)

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