Trade Up wird verkauft

12. August 2005, 13:08
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Nicht EU-kompatibel.

Nicht EU-kompatibel.
Der Software-Distributor Trade Up mit Sitz im Kanton Luzern (Ebikon) konnte im ersten Semester 2005 wieder etwas Geld verdienen. Es resultierte ein Plus von 86'400 Euro. Das vorhergehende Semester endete für Trade Up mit einem Verlust von 532'000 Euro. Trade Up ist eine Tochtergesellschaft der deutschen Softline AG. Softline bezeichnete den letztjährigen Verlust von Trade Up als "Konsequenz der erheblichen Unzulänglichkeiten des früheren Managements." Die positiven Zahlen seien hingegen das Ergebnis der von Softline-Geschäftsführer Dr. Lars Schneider erfolgreich durchgeführten Restrukturierung. Diese wurden bis Ende 2004 durchgeführt. Das neue Vertriebsteam arbeite zudem sehr effektiv.
"Nach dem Weggang des ehemaligen Geschäftsführers von Trade Up ist uns der Aufbau einer neuen, sehr erfolgreich agierenden Vertriebsmannschaft gelungen", so Schneider. Der Distributor sei schon immer sehr gut im Schweizer Markt etabliert gewesen. Die Softline wolle sich aber in Zukunft auf die Kernmärkte Deutschland, Frankreich und Grossbritannien konzentrieren. Deshalb werde Trade Up verkauft.
So heisst es in der Mitteilung von Softline, dass "aktuelle Verkaufsverhandlungen mit einem Schweizer Handelsunternehmen kurz vor dem Abschluss" stünden. Dies bestätigte auch der Vertriebsleiter von Trade Up, Walter Jäger, gegenüber inside-channels.ch. Als Grund wird die "unveränderte Schweizer Inselposition ausserhalb der EU" angegeben. Dieser Umstand verunmögliche es, Trade Up in ausreichendem Masse in die Gruppe zu integrieren.
Der Sitz in der Schweiz sei nicht attraktiv, weil er eine "komplett eigene" Administration erfordere, hiess es. (Maurizio Minetti)

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