Trifork plant Börsengang in der Schweiz und Dänemark

4. Mai 2021, 09:41
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Der Software-Hersteller hat einen Sitz und einen Kernmarkt in der Schweiz und übernimmt auch die Schweizer IT-Firma Vilea.

Der Softwarehersteller Trifork plant eine Doppelkotierung an der Nasdaq Kopenhagen sowie der Schweizer SIX. Konkret will Trifork zunächst den Börsengang (IPO) in Dänemark vollziehen und danach einen Antrag auf eine Doppelkotierung in der Schweiz stellen, wie das Unternehmen mitteilte.
Im Zuge des Börsengangs will Trifork einerseits 5% der bestehenden Aktien an die Börse bringen und andererseits neue Aktien ausgeben. Einige Investoren haben gemäss Mitteilung bereits zugesagt, Aktien im Gesamtwert von 600 Millionen dänischen Kronen (umgerechnet fast 90 Millionen Franken) zu zeichnen, basierend auf einer Bewertung nach dem Börsengang von bis zu 2,96 Milliarden Kronen (437 Millionen Franken).
Grösster Aktionär soll auch künftig Gründer und CEO Jørn Larsen (heutiger Anteil 23,98%) bleiben.
Mit dem Erlös will das Unternehmen strategische und taktische Übernahmen in seinen Kernmärkten Dänemark, Niederlande, Grossbritannien und der Schweiz finanzieren sowie bestehende Investments aufstocken.

Trifork übernimmt Schweizer IT-Firma

Die 1996 in Dänemark gegründete Trifork-Gruppe hat den Hauptsitz in Schindellegi und unterhält den Angaben zufolge in mehr als 11 Ländern Europas sowie in Nordamerika Niederlassungen. Die Gruppe zählt über 800 Mitarbeitende und ist auf IT-Lösungen in den Kernbereichen Digital Health, Fintech und Smart Buildings fokussiert.
Soeben übernahm Trifork die Schweizer IT-Firma Vilea, die sich auf mobile Enterprise-Apps spezialisiert hat. Vilea, 2009 als ETH-Spinoff gegründet, hat 11 Mitarbeitende in Zürich und Wien. Mit der Übernahme erweitere Trifork sein Angebot für grosse Blue-Chip-Kunden in der Schweiz, heisst es in der Mitteilung.

Starkes Wachstum seit 2007

Seit 2007 sei Trifork im Schnitt um jährlich 23% gewachsen, heisst es in der Mitteilung. Im Gesamtjahr 2020 hatte das Unternehmen 115,4 Millionen Euro umgesetzt und einen bereinigten EBITDA von 17,9 Millionen Euro erwirtschaftet, entsprechend einer Marge von 15,5%. Für 2021 peilt das Unternehmen Umsätze zwischen 140 und 150 Millionen Euro an.
Zum Jahresauftakt 2021 kann Trifork jedenfalls schon einmal ein starkes Wachstum vorweisen: Im ersten Quartal legte der Umsatz um 38,2% auf 39,4 Millionen Euro zu, bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 18,1%.

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