Triple Play: Swisscom muss sich beeilen, sagt Gartner

11. Mai 2005, 08:58
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Der Wiederverkauf eines Harddisk-Videoplayers reicht nicht

Der Wiederverkauf eines Harddisk-Videoplayers reicht nicht
Der US Markforscher Gartner Group hat sich mit den Risiken und Chancen des "Triple Play" für europäische Telekommunikationsfirmen auseinander gesetzt. Unter "Triple Play" versteht man das Anbieten von Telefonie, Internet-Zugang und Fernsehen aus einer Steckdose. In der Schweiz spricht Swisscom zwar viel über "Triple Play" (zum Beispiel Swisscom Fixnet-Chef Adrian Bult an der Verleihung des "Swiss Web Award"), kann aber ausser einem Harddisk-Recorder noch kein TV-Angebot vorweisen. Dies ganz im Gegensatz zu TV-Kabelnetz-Betreibern wie Cablecom, die heute TV, Internet und Telefonie aus einer Steckdose anbieten können.
Wer es nicht schafft, in den nächsten zwölf Monaten eine Kundenbasis mit dem kombinierten Angebot aufzubauen, riskiere für lange Zeit aus diesem Markt ausgeschlossen zu bleiben, warnt Gartner. Die Marktforscher nennen vier Faktoren, die für den Erfolg im künftigen Riesen-Markt "Triple Play" entscheidend sein werden:
Wer Marktanteile gewinnen will muss tiefere Kosten für das Gesamtpaket, höhere Bandbreiten, eine einzige Rechnung und Ansprechspunkt für die Kunden und einen besseren, inhaltlich differenzierten Inhalt (sprich TV-Programme) anbieten.
Gartner Group verfasste die Studie aufgrund der Befragung von 1000 KonsumentInnen in Grossbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland und den Niederlanden. (Christoph Hugenschmidt)

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