Trotz Fastweb glaubt Swisscom an gutes 2010

9. November 2010, 11:52
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Laut Swisscom werden die Aussichten für das gesamte Jahr 2010 besser ausfallen, als bisher erwartet.

Laut Swisscom werden die Geschäfte im Jahr 2010 besser ausfallen, als bisher erwartet.
Obwohl die Swisscom nach wie vor mit Altlasten aus dem Fastweb-Zukauf zu kämpfen hat, konnte der Ex-Monopolist in den letzten neun Monaten den Umsatz leicht steigern. Dass man dennoch weniger verdient habe, sei mit den Kosten zu erklären, die sich aus dem hängigen Prozess gegen Fastweb ergibt: Swisscom hat Rückstellung in Höhe von 102 Millionen Franken vornehmen müssen.
Konkret wurden ein Umsatz von 8,976 Milliarden Franken erwirtschaftet, 0,6 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten des Vorjahrs. Der Gewinn schrumpfte dagegen um 8,2 Prozent auf 1,408 Milliarden Franken. Betrachtet man allein das dritte Quartal 2010, sieht die Situation besser aus: Der Gewinn stieg gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres von 513 auf 535 Millionen Franken und der Umsatz von 3,01 auf 3,03 Milliarden Franken. Damit hat Swisscom auch die Erwartungen der Analysten übertroffen.
Zudem hat Swisscom die Erwartungen für das Gesamtgeschäftsjahr 2010 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn angehoben. Konzernweit rechnet man neu mit rund 12 Milliarden Franken Umsatz und rund 4,7 Milliarden Franken Gewinn. Die Investitionen sollen unverändert bei rund 1,3 Milliarden Franken liegen.
Auftrieb hat Swisscom unter anderem durch sein TV-Angebot erhalten, heisst es in der Meldung von heute. Im laufenden Jahr sind bis Ende September 126'000 neue Kunden gewonnen worden, was den Bestand nahezu verdoppelt habe. Dabei halte in der Schweiz der Trend zu gebündelten Angeboten und Pauschaltarifen an.
Abstriche habe man allerdings bei den DSL-Breitbandanschlüssen machen müssen, wo ein leichter Rückgang um 0,6 Prozent auf 1,79 Millionen Anschlüsse verbucht wurde. Als Grund wird die Entbündelung genannt, welche die Anzahl der Breitbandanschlüsse mit Wholesale-Kunden um 123'000 auf 240'000 reduziert habe. Im Geschäft mit Endkunden habe man aber 112'000 neue DSL-Anschlüsse aufschalten können.
Beim Mobilfunk, schreibt Swisscom, habe die Preiserosion zwar weiter angehalten, doch konnte man im Vergleich zum Vorjahr 223'000 neue Kunden gewinnen. Insgesamt hätten dieses Wachstum und erhöhte Volumen besonders beim mobilen Datenverkehr die Preisreduktionen auffangen können. Der Umsatz mit mobiler Datenübertragung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent auf 324 Millionen Franken. (vri)

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