Trotz Personalproblemen: Pragmatica verdient deutlich mehr

29. September 2006, 13:29
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Wenn man nun noch genügend Leute finden könnte...

Wenn man nun noch genügend Leute finden könnte...
Der IT-Dienstleister Pragmatica musste im ersten Halbjahr 2006 verglichen mit dem gleichen Zeitraum im Vorjahr einen Umsatzrückgang um 10,7 Prozent auf 2,4 Millionen Franken verbuchen. Dieser Rückgang ist allerdings auf die Aufgabe von früheren Geschäftsfeldern zurückzuführen (Verkauf des Geschäfts mit Online-Shops). Der Umsatz in den Geschäftsfeldern Business- und IT Consulting, die heute das gesamte Geschäft von Pragmatica ausmachen, ist um knapp fünf Prozent gestiegen. Deutlich verbessert hat sich auch die Profitabilität: Das Betriebsergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen erhöhte sich von 75'000 auf 131'000 Franken, der Reingewinn von 19'000 auf 108'000 Franken.
Personalsuche wird teurer
Anscheinend hätte es allerdings auch noch etwas mehr Umsatz sein können: Das erreichte Umsatzwachstum, so Pragmatica, sei vor allem durch Projekt-Mandate bei "namhaften Kunden in der Finanzdienstleistungsbranche" erzielt worden. Im ersten Halbjahr konnte Pragmatica aber anscheinend nicht im gewünschten Mass alles selbst erledigen. Oder, wie es CEO Dr. Gerfried Mülleitner in seinem Kommentar zum Halbjahresergebnis ausdrückt: "Im ersten Halbjahr konnten wir jedoch noch nicht in jenem Umfang weitere interne Kompetenz auf dem Arbeitsmarkt rekrutieren und ausbauen, dass damit unser Umsatzwachstum auch entsprechend unterstützt worden wäre. Die Herausforderung für diese Projekt-Mandate, die besten Teams zusammenzustellen, konnten wir gemeinsam mit unseren Solution- und Service-Partnern meistern."
Im zweiten Halbjahr werde Pragmatica deshalb seine Rekrutierungsbemühungen intensivieren müssen, auch wenn sich dies kurzfristig negativ in den Finanzen bemerkbar machen könnte.
Ausserdem, so Mülleitner, sei man auch weiterhin auf der Suche nach strategischen Investoren, entweder um im angestammten Gebiet weiter wachsen zu können oder neue Geschäftsbereiche und -modelle zu entwickeln. (hjm)

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