Trotz Zukauf in der Schweiz: Infosys enttäuscht

12. Oktober 2012, 13:19
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Der zweitgrösste indische IT-Dienstleister Infosys enttäuschte heute die Anleger mit der Veröffentlichung schlechter Quartalszahlen.

Der zweitgrösste indische IT-Dienstleister Infosys enttäuschte heute die Anleger mit der Veröffentlichung schlechter Quartalszahlen. Im zweiten Dreimonatsabschnitt wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zwar um 2,9 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar, doch der Ausblick für die kommenden Quartale blieb unverändert.
Analysten hatten erwartet, dass die vor einem Monat angekündigte Übernahme des Schweizer SAP-Beraters Lodestone - immerhin der grösste Zukauf in der Firmengeschichte von Infosys - bald positive Effekte haben würde. Doch Infosys hat den Kauf noch nicht abgeschlossen und deshalb den bisherigen Ausblick nicht geändert. Ausserdem wuchs der Gewinn nur um 4,9 Prozent auf 431 Millionen Dollar. Analysten hatten im Schnitt einen besseren Nettogewinn erwartet.
Der Aktienkurs rutschte unter anderem auch deshalb in den Keller, weil Infosys auf das immer schwierigere wirtschaftliche Umfeld verwies. Das ist für ein Unternehmen, das viele Jahre konjunkturresistent war, bemerkenswert. "Die Märkte sind nach wie vor globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten unterworfen. Infosys hat die Gehälter seiner Mitarbeitenden erhöht. Zugleich haben wir einen Teil unserer Geldmittel für die Übernahme von Lodestone verwendet und unsere Investitionen im Bereich Forschung, Entwicklung und Lösungen gesteigert. Dieses Vorgehen wird uns gut innerhalb unseres Marktes positionieren und bietet uns eine starke Basis für künftiges Wachstum", lässt sich CEO S.D. Shibulal in einer Mitteilung zitieren. (mim)

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