Twint & Paymit: Fusion offenbar in Reichweite

23. Mai 2016, 13:46
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Seit drei Monaten laufen zwischen den Payment-Anbietern Gespräche. Verschiedene Interessen sorgen für Schwierigkeiten.

Seit drei Monaten laufen zwischen den Payment-Anbietern Gespräche. Verschiedene Interessen sorgen für Schwierigkeiten.
Anfang März haben die Unternehmen hinter den Mobile-Payment-Lösungen Twint und Paymit bekanntgegeben, dass sie Kooperationsgespräche aufgenommen haben. Am Verhandlungstisch sitzen Coop, Migros, SIX und die fünf Banken Credit Suisse, UBS, ZKB, Raiffeisen sowie PostFinance.
Schon Anfang Mai wollten die Parteien ursprünglich erste Ergebnisse erzielt haben. Drei Wochen später hat nun die 'SonntagsZeitung' den aktuellen Stand abgefragt.
Anfang Februar noch wollten die beiden nichts wissen von einem Zusammenschluss. Sie stellten Vergleiche zu Booking.com an, das durch seine schiere Grösse Hoteliers die Zimmerpreise diktieren kann. Etwas haben die beiden dabei freilich aussen vorgelassen: Bei einer Fusion von Twint und Paymit würden die Hoteliers - in diesem Fall die Detailhändler - mit im Boot sitzen.
Und genau hier liegt das Problem: Denn die Detailhändler verfolgen mit Postfinance und Twint ein Geschäftsmodell, das auf sehr tiefe Transaktionsgebühren setzt und einen Grossteil der Einnahmen über die Verwendung von Nutzerdaten einspielen will: Cumulus-Chärtli und massgeschneiderte Aktionen sollen für Umsatz sorgen. Die Banken-Lösung Paymit hingegen setzt einzig auf Transaktionsgebühren, die Daten bleiben beim Kunden.
Gegenüber der 'SonntagsZeitung' haben "mit der Verhandlung vertraute Kreise" nun berichtet, dass in wichtigen Punkten Einigungen erzielt und technische Probleme gelöst worden seien. Treiber hinter den Gesprächen seien die Banken und der Detailhandel. Während der Detailhandel den Aufwand verschiedener Lösungen scheue, gehe es für die Banken darum, eine Lösung zu erreichen, an der sie selbst beteiligt sind. (mik)

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