Twint will in fünf Jahren Standard sein

2. Juli 2018, 14:16
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Mit Bezahllösungen für Parkplätze und kleinere Läden sowie weiteren Akzeptanzstellen will der Mobile-Payment-Anbieter Twint weiter wachsen.

Mit Bezahllösungen für Parkplätze und kleinere Läden sowie weiteren Akzeptanzstellen will der Mobile-Payment-Anbieter Twint weiter wachsen. Laut Verwaltungsratspräsident Søren Mose ist das Ziel eine Marktabdeckung von über 90 Prozent. Inzwischen zähle der mobile Bezahldienst 850'000 Nutzer. Diese können heute an über 50'000 Terminals sowie in Migros-, Coop- und Sparläden mit Twint bezahlen.
Auch die grössten Schweizer Onlineshops wie Digitec oder Ticketcorner akzeptieren Twint. Und die SBB dürfte noch in diesem Jahr mitziehen, sagte Mose in einem Interview mit der Westschweizer Wirtschaftszeitung 'L'Agefi'.
Fast 100 Prozent des helvetischen Bankensystems unterstützten die Anwendung bereits, sagte der Twint-Präsident weiter. Insgesamt bieten 65 Banken eine Twint-App an. Weitere sollen bald folgen. Einige Finanzinstitute seien gerade dabei, Twint zu lancieren, sagte Mose. Welche das seien, könne er allerdings noch nicht verraten.
Angebot für kleine Händler
Twint wolle demnächst eine Lösung für kleine Unternehmen einführen, die derzeit nur mit Bargeld operieren. Mit einem QR-Code können sie auch Twint in ihrem Geschäft akzeptieren. Das neue Angebot eigne sich beispielsweise für unbeaufsichtigte Bauernläden oder auf Märkten.
Eine breite Abdeckung sei für Twint die Voraussetzung dafür, weitere Nutzer zu gewinnen und mehr Transaktionen abzuwickeln. Denn nur, wenn die Leute überall mit Twint bezahlen könnten, gelinge es, die jetzigen Gewohnheiten zu ändern, sagte Mose. Neben Supermärkten oder im Internet müssten Kunden auch dort mit Twint bezahlen können, wo sie heute noch auf Bargeld angewiesen seien – wie etwa beim Parkieren.
Der Banker und Finanzspezialist hofft, dass sich Twint in den nächsten fünf Jahren als Standardlösung für jegliche Bezahltransaktionen in der Schweiz durchsetzt. Auch jenseits der Schweizer Grenzen soll der Dienst bis dann aktiv werden. Heute sind die Umsätze mit mobilen Bezahlapps in der Schweiz allerdings noch klein, wie Studien zeigen. (sda/kjo)

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