Twitter will endlich Geld in der Tasche

19. Mai 2009, 14:40
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Kostenpflichtige Spezialservices für Unternehmen geplant – aber was genau, weiss Twitter auch noch nicht.

Kostenpflichtige Spezialservices für Unternehmen geplant – aber was genau, weiss Twitter auch noch nicht.
Auch der trendigste Start-Up muss irgendwann Geld verdienen. Der Microblogging-Dienst Twitter plant den Start mehrerer "Business-Tools" auf seiner Plattform. Wie diese genau aussehen sollen, ist nocht nicht bekannt, generell sollen sie aber Unternehmen und professionellen Usern Kundenpflege über Twitter ermöglichen.
Twitter-Mitgründer Biz Stone erklärte zwar gestern in San Francisco, dass es lediglich "wahrscheinlich" sei, dass diese Zusatzfeatures etwas kosten werden. "Wir schauen uns an, wer Twitter nutzt und wofür", so Stone. Für die Plattform stelle sich die Frage, welche kommerzielle Nutzung möglich wäre und inwiefern eine solche Sinn ergebe. Beobachter aus der Szene nehmen es aber als gegeben an, dass Twitter Geld einnehmen muss und solche Zusatztools daher kostenpflichtig sein werden.
Werbung ist für Twitter weiterhin kein Thema und auch ein möglicher Börsengang steht nicht zur Diskussion. Laut Stone will der Microblogging-Dienst nicht riskieren, seine Nutzergemeinde mit Online-Anzeigen zu verschrecken. Darüber hinaus fehle dem Unternehmen auch das nötige Know-how und Mitarbeiter, um Werbung einzuführen, so der Mitbegründer im Rahmen des "Reuters Global Technology Summit".
Twitter hat in den vergangenen Monaten einen wahren Hype erlebt und seine Nutzerzahlen extrem gesteigert. Trotz seiner mittlerweile riesigen Bekanntheit, ist Twitter aber noch ein vergleichweise winzigen Unternehmen mit rund 40 Mitarbeitern.
Um nützliche Business-Tools zu ersinnen, hat Twitter laut Stone Informationen darüber gesammelt, wie die Leute den Service konkret nutzen. Bei den angedachten Zusatzfeatures soll es sich um möglichst simple Anwendungen handeln, beispielsweise Analysetools. Eine weitere Möglichkeit wären Accounts, bei denen garantiert ist, dass sich hinter einem Firmennamen auch tatsächlich das betreffende Unternehmen verbirgt (Bisher kann sich theoretisch jedermann unter jedem beliebigen Namen anmelden.)
In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es auch verschiedene Übernahmegerüchte gegeben, etwa, dass Google oder Apple den Microbloggingdienst kaufen wollen. Diese hatten sich jedoch bis dato als falsch erwiesen. (hjm/ pte)

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