U-Blox setzt aufs Internet der Dinge

19. März 2015, 08:40
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Gewinn und Umsatz im vergangenen Jahr gesteigert.

Gewinn und Umsatz im vergangenen Jahr gesteigert.
Beim Thalwiler Halbleiterhersteller U-Blox läuft es weiter rund. Der Umsatz stieg 2014 um 23 Prozent auf 270 Millionen Franken und der Reingewinn gar um knapp 40 Prozent auf 34,4 Millionen Franken. Zum Wachstum trugen alle Märkte bei, wie U-Blox am Donnerstag mitteilte. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen erhöhte sich um 30 Prozent auf 39 Millionen Franken.
Die zugekauften Firmen - die schwedische connectBlue mit Kurzstrecken-Funkmodulen und der griechische Wi-Fi-Spezialist Antcor - wurden erfolgreich integriert. Mit den GPS-Chips und Modulen sowie den drahtlosen Kommunikationsmodulen setzte U-Blox 269,8 Millionen Franken um nach gut 219 Millionen im Vorjahr.
Im Geschäft mit Dienstleistungen für die drahtlose Kommunikation in Form von Software und Referenzdesigns erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Millionen nach 18,9 Millionen 2013. In dieser Zahl sind interne Gruppenumsätze eingeschlossen.
Auf die Kontinente verteilt war der Raum Asien-Pazifik das hauptsächliche Abnehmergebiet mit einem Anteil von 47,9 Prozent. Europa, der Mittlere Osten und Afrika generierten 24,8 Umsatzprozent und Amerika 27,3. 2014 kam rund 80 Prozent des Umsatzes von 69 Kunden. Der grösste von ihnen stand dabei für weniger als 7 Prozent. Insgesamt hatte U-Blox über 5000 Kunden in den Büchern.
Ziel der Firma ist es weiterhin, in den nächsten Jahren umgerechnet eine halbe Milliarde Dollar Umsatz zu machen. 2015 sieht U-Blox gelassen entgegen, denn die Nachfrage nach Internetanbindung habe ein ganzes Universum an Produkten entstehen lassen. Der Umsatz dürfte 2015 zwischen 335 und 345 Millionen Franken liegen und der Gewinn vor Steuern und Zinsen zwischen 48 und 53 Millionen.
U-Blox sieht sich insbesondere im Bereich Internet der Dinge gut positioniert. Es wird erwartet, dass sich die Vernetzung von Maschinen und Geräten zum grössten Wachstumsmarkt entwickeln wird. Von der satellitenbasierten Positionierung, über die Mobilfunkkommunikation bis hin zu Wi-Fi- und Bluetooth-Funktechnologien für den Kurzstreckenbereich liefert U-Blox die Bausteine, die das Internet der Dinge erst möglich machen. Damit sei man ideal aufgestellt, "um von dem steilen Wachstum, das in diesem Sektor unweigerlich kommen wird, zu partizipieren", teilt U-Blox mit. (mim)

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