UBS ersetzt Batavia durch andere Blockchain-Plattform

3. Oktober 2018, 14:23
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Die Grossbank will immer noch die Handelsfinanzierung umkrempeln, aber nun mit we.trade.

Die Grossbank will immer noch die Handelsfinanzierung umkrempeln, aber nun mit we.trade.
Die Blockchain-basierte Plattform "Batavia" von UBS und Partnerbanken ist knapp ein Jahr nach dem Launch wieder Geschichte. Die Grossbank bestätigt entsprechende Berichte auf Anfrage.
Statt mit dem Eigenbau "Batavia" den Papierkrieg in der Handelsfinanzierung zu verringern, wechseln drei der ursprünglich fünf "Batavia-Banken" auf die Plattform we.trade. Neben der UBS werden die österreichische Erste Group und die spanische CaixaBank genannt.
Warum kam dieser Entscheid, die Plattform we.trade gibt es ja auch schon seit 2017? "Unser Ziel mit der Batavia-Initiative war es, Innovationen im Bereich Trade Finance mittels neuer Technologien wie Blockchain (in diesem Falle Hyperledger) zu eruieren. Dies haben wir mit der ersten Live-Transaktion in der Minimum Viable Product Phase in diesem Jahr erfolgreich gezeigt. In der anschliessenden Kommerzialisierungsphase identifizierten wir im Austausch mit we.trade signifikante Synergien, daher war es ein logischer Schritt, die Kräfte zu bündeln. Unser Ziel ist es, unseren Kunden Zugriff auf die Plattform mit der grössten Reichweite und den besten Dienstleistungen zu geben. Und genau dies erreichen wir mit der Bündelung von Ressourcen und Expertise", erklärt UBS-Sprecher Igor Moser.
Die Synergien zeigen sich technologisch: we.trade basiert ebenso wie Batavia auf Hyperledger Fabric von IBM, welche von der Linux Foundation vorangetrieben wird.
Aber auch die Reichweite wird mit dem Wechsel grösser: Hinter we.trade stehen nämlich nun zwölf Banken. Spielt UBS Schweiz, oder allenfalls die Schweizer IT, eine aktive Rolle im Projekt? Wie muss man sich das vorstellen in einem solchen Konsortium? "Alle zwölf Shareholder von we.trade besitzen einen Board of Directors-Sitz und treiben gemeinsam die Weiterentwicklung der Plattform voran", hält sich der UBS-Sprecher bedeckt.
Die UBS plant jedenfalls, ab Anfangs 2019 ihren Kunden we.trade ans Herz zu legen und hofft offenbar, eine vierstellige Anzahl Kunden für die DLT-Plattform und Smart Contracts zu gewinnen. (mag)

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