UBS verlagert weitere IT-Jobs von Zürich in die Regionen

13. März 2017, 16:41
  • fintech
  • ubs
  • informatik
image

Nach dem Center in Schaffhausen entstehen weitere UBS-Zentren ausserhalb von Zürich.

Nach dem Business Solution Center in Schaffhausen entstehen weitere UBS-Zentren ausserhalb von Zürich.
Vergangenen Herbst gab die UBS bekannt, in Schaffhausen ein Business Solution Center aufzubauen. Dort sollen ab dem dritten Quartal 2017 150 Angestellte der Grossbank arbeiten. Bis Mitte 2018 werden bis zu 500 Arbeitsplätze in Schaffhausen angesiedelt. Damit aber ist die Auslagerung von Middle- und Backoffice-Funktionen von Zürich in andere Regionen der Schweiz noch nicht vorbei, wie die 'NZZ am Sonntag' berichtet. "Wir planen, ein bis zwei weitere Zentren", sagt der operative Leiter der Grossbank, Axel Lehmann, zur Zeitung. Geplant sind ähnlich grosse Zentren wie in Schaffhausen wobei Backoffice-Funktionen im Fokus stehen, so die UBS auf Anfrage von inside-it.ch.
Die Mitarbeiter in den regionalen Zentren werden typische Backoffice- und Corporate-Center-Aufgaben wie IT-, Service- und Unterstützungsfunktionen ausüben. Wo genau die neuen Zentren angesiedelt werden, ist noch unklar. Man evaluiere derzeit Orte entlang der Südachse – vom Tessin bis nach Luzern – sowie die Regionen Mittelland, Solothurn und das Berner Seeland, wie es im 'NZZ'-Bericht weiter heisst.
Die Standorte ausserhalb von Zürich bieten eine Reihe von Vorteilen, so die UBS auf Anfrage weiter. Darunter das Einsparpotential bei Löhnen, günstige Mieten und Raumkosten und auch der Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften.
Die Grossbank sagte kürzlich gegenüber inside-it.ch, dass man seit längerem eine Strategie verfolge, gewisse Aktivitäten an kostengünstigere Standorte mit einem Zugang zu grossen Talentpools zu verlegen. Diese können innerhalb oder ausserhalb der Schweiz liegen. Lehmann erklärt im Gespräch mit der 'NZZ', dass sich die Bank mit der Verlagerung in die Regionen ausserhalb von Zürich ein Einsparpotential von zwölf bis 20 Prozent erhoffe. In Polen wären zwar Einsparungen um bis zu 50 Prozent möglich, doch gebe es auch Nachteile. Etwa ist laut Lehmann die Fluktuation im Ausland höher als in der Schweiz. (kjo)

Loading

Mehr zum Thema

image

BIZ macht Vorschläge für Bigtech-Regulierungen

Damit die grossen Tech-Unternehmen im Finanzbereich keine marktbeherrschende Stellung einnehmen können, werden im Institut zwei verschiedene Ansätze diskutiert.

publiziert am 5.10.2022
image

UBS und CS in den USA wegen Messenger-Nutzung gebüsst

Weil sie die Kommunikation ihrer Angestellten über Whatsapp und Co. nicht korrekt archiviert hatten, zahlen die Grossbanken eine Millionenbusse.

publiziert am 28.9.2022
image

Nach Angriff warnt Revolut vor Phishing-Kampagne

Bei einem Cyberangriff auf das Fintech-Unternehmen sollen sich Hacker Zugang zu zehntausenden Kundendaten verschafft haben. Revolut bestätigt den Abfluss von Daten.

publiziert am 22.9.2022
image

Skribble und Selma: Geldregen für Schweizer Startups

Die Schweizer Startups Selma und Skribble sichern sich in Finanzierungsrunden Millionenbeträge.

publiziert am 1.9.2022