Ü50er und Frauen: Bund soll ICT-Bildung sichern

9. Oktober 2019, 10:32
  • politik & wirtschaft
  • bundesrat
  • fachkräftemangel
image

Ein zum Ende der Herbstsession 2019 eingereichtes Postulat von Nationalrätin Kathy Riklin (CVP/ZH) fordert den Bundesrat auf, "ein Massnahmenpaket zur Sicherung des Wachstums des Technologiestandorts Schweiz im 21.

Ein zum Ende der Herbstsession 2019 eingereichtes Postulat von Nationalrätin Kathy Riklin (CVP/ZH) fordert den Bundesrat auf, "ein Massnahmenpaket zur Sicherung des Wachstums des Technologiestandorts Schweiz im 21. Jahrhundert zu erarbeiten".
Riklin und sechs Mitunterzeichnende fordern darin vier Massnahmen: Die ICT- und High-Tech-Berufsbildung soll gefördert werden. Zweitens sollen Massnahmen ergriffen werden "zur Umschulung und Weiterbildung, insbesondere von erfahrenen Erwerbslosen (50+) und anderen Zielgruppen, die so dem Technologie-Arbeitsmarkt erschlossen werden können". Mädchen und Frauen sollen gezielt gefördert werden, in relevante Technologie-Berufe ein- oder umzusteigen. Viertens wird eine "dringliche Einführung eines befristeten Visums für ICT- und andere Fachkräfte aus Drittstaaten (nicht-EU), ähnlich dem U.S. H1B-Visum" verlangt.
Die Schweiz sei als Forschungs- und Innovationsstandort bestens gerüstet, eine führende Rolle im Prozess der "Digitalen Transformation" einzunehmen, heisst es in der Begründung. Allerdings würden "die zum Wachsen nötigen Talente und Fachkräfte" fehlen. Die Unterzeichnenden des Postulats verweisen auf eine Studie von ICT-Berufsbildung Schweiz, wonach "bis 2026 40’000 Fachkräfte allein in der IT-Branche in der Schweiz" fehlen würden.
"Wir fordern daher den Bundesrat auf, ein Massnahmenpaket zur Sicherung des Wachstums und der Innovation des Wirtschaftsstandorts Schweiz im 21. Jahrhundert zu erarbeiten", heisst es im Postulat. "Dabei sollen unbedingt departemental übergreifende Ansätze gesucht werden." (paz)

Loading

Mehr zum Thema

image

Digitaler Euro könnte 2026 kommen

Kommendes Jahr will die Europäische Zentralbank (EZB) über den digitalen Euro entscheiden. Zu reden gibt die Partnerschaft mit Amazon.

publiziert am 29.9.2022
image

Jetzt sind auch in St. Gallen die letzten Gemeinden im Online-Kataster vertreten

Die Schweizer Erfolgsgeschichte mit der Einführung eines Online-Portals umfasst nun auch die gesamte Fläche des Ostschweizer Kantons. Warum es dort länger gedauert hat, erklärte uns der Kantonsgeometer.

publiziert am 29.9.2022
image

Regierung will Millionen für Digitale Transformation von Basel-Land ausgeben

Für die digitale Verwaltung und den Aufbau eines Governance-Modells sollen 21 Millionen aufgewendet werden. Es gebe dazu keine Alternative, so der Regierungsrat.

publiziert am 29.9.2022
image

Stadt und Kanton Zug beschliessen gemeinsame Datenstrategie

Mit dem Open-Government-Data-Ansatz sollen in Zug künftig offene Verwaltungsdaten ohne Einschränkung zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt werden.

publiziert am 29.9.2022