Über 8000 Löschanträge aus der Schweiz bei Google

26. November 2015, 09:25
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Google hat seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zum "Recht auf Vergessen" im Mai des letzten Jahres 348'085 Anträge zur Unterdrückung von bestimmter Suchergebnisse erhalten.

Google hat seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zum "Recht auf Vergessen" im Mai des letzten Jahres 348'085 Anträge zur Unterdrückung von bestimmter Suchergebnisse erhalten. Die meisten Anträge seien aus Frankreich und Deutschland eingegangen.
Aus der Schweiz erhielt Google 8339 Anträge, sie betrafen 27'834 zu löschende Links. Dies gab der Konzern auf seiner Webseite bekannt. Am häufigsten wollten Nutzer den Angaben zufolge Querverbindungen zu ihren Profilen im sozialen Netzwerk Facebook aus der Google-Suche löschen lassen.
Insgesamt seien 1,23 Millionen Internetadressen überprüft worden, von denen 42 Prozent aus den Google-Suchergebnissen in Europa entfernt worden seien, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Der EuGH hatte entschieden, dass europäische Internetnutzer grundsätzlich das "Recht auf Vergessen" bei Suchmaschinen wie Google haben. Seit Ende Mai 2014 können Betroffene bei Google Anträge stellen, um Links aus den Suchergebnissen des Konzerns löschen zu lassen.
Aus dem Bericht von Google geht hervor, dass in Frankreich 73'399 Anträge gestellt wurden, die sich gegen knapp 250'000 Links richteten. In Deutschland bemühten sich Nutzer demnach in 60'198 Fällen um Löschung, betroffen waren gut 220'000 Internetadressen. (sda/hjm)

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