Uhrenexporte leiden - aber nicht unbedingt wegen Apple Watch

22. September 2015, 15:25
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Zum ersten Mal seit sechs Jahren sind die Schweizer Exporte günstiger Uhren im Vorjahresvergleich zurückgegangen, berichtet --http://www.

Zum ersten Mal seit sechs Jahren sind die Schweizer Exporte günstiger Uhren im Vorjahresvergleich zurückgegangen, berichtet 'Bloomberg'. Demnach sind die Exporte bei den unter 200 Franken teuren Uhren um 13 Prozent zurückgegangen, im Bereich von 200 bis 500 Franken sogar um 24 Prozent. Total ist der Uhrenexport in den ersten sieben Monaten des Jahres um 1,2 Prozent gefallen.
Die Gesamtsituation entschärft hat unter anderem das Luxus-Segment, das trotz angespannter Wirtschaftslage 1,7 Prozent zulegen konnte. Diese Unterschiede legen für Bloomberg den Schluss nahe, dass die Apple Watch erste Auswirkungen auf den Schweizer Low-End-Markt hat.
Unterschlagen wird dabei allerdings, dass das untere Segment sehr preissensitiv ist, während es im Luxus-Segment kaum Volatilität gibt. Der starke Franken dürfte also auch seinen Anteil haben.
So sind die Schweizer Exporte im August laut Eidgenössischer Zollverwaltung in allen Branchen zurückgegangen. Die Uhrenindustrie kommt mit einem arbeitstagbereinigten Minus von 5,6 Prozent sogar noch glimpflich davon. Deutlich härter getroffen hat es etwa die Maschinen- und Elektronikindustrie (-7,4 Prozent), Chemie und Pharma (-10,5 Prozent) auch die Juwelierwaren (-14,9 Prozent). Regelrecht eingebrochen sind die Exporte nach China mit -29 Prozent, Afrika mit -25 Prozent und Ozeanien mit -15 Prozent. Der Einbruch bei China deckt sich mit den Zahlen des Schweizerischen Uhrenverbandes, der in den wichtigen Märkten China und Hong Kong ein Minus von -38,5 Prozent beziehungsweise -18,2 Prozent verzeichnet. Hong Kong ist mit einem Exportanteil von 15,3 Prozent das mit Abstand wichtigste Zielland für die Uhrenindustrie. China zeichnet für 5,5 Prozent aller Schweizer Uhrenexporte verantwortlich.
Das gute Abschneiden der Schweizer Luxusuhren könnte auf ein starkes Plus beim Handel mit Saudi Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückzuführen sein. Der Handel mit diesen legte um 34 beziehungsweise 29 Prozent zu. (mik)

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