UK wie CH, Nachwuchssorgen hier und da

1. Februar 2008, 14:12
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Auch in Grossbritannien herrscht auf dem Berufsgebiet Informatik und Telekommunikation eine ähnliche Situation, wie sie in der Schweiz zur Inititative "informatica08" geführt hat: Die öffentliche Wahrnehmung und der Einfluss der ICT-Branche auf die Politik ist weitaus geringer, als ihre effektive Bedeutung für die Gesamtwirtschaft des Landes. Und die Branche floriert und ihre Bedeutung wird in den nächsten Jahren noch zunehmen - aber das potentielle Wachstum könnte durch den Nachwuchsmangel stark gebremst werden.
Genäss einer Studie der britischen Interessenvereinigung "e-skills" ist die IT- und Telekombranche für jährlich gegen 52 Milliarden Pfund beziehungsweise 5 Prozent des britischen Bruttosozialprodukts verantwortlich und bietet Jobs für ebenfalls rund fünf Prozent der Arbeitnehmer.
Über die nächsten zehn Jahre könnte der Beitrag der Branche an die Gesamtwirtschaft gemäss der Prognose von e-skills um weitere 35 Milliarden Pfund steigen. Um dieses Potential zu realisieren müssten etwa 140'000 neue Fachkräfte pro Jahr hinzukommen.
In der ICT-Ausbildungspipeline stecken aber nie und nimmer so viele. Die Zahl der jungen Leute, die IT-Ausbildungen begonnen haben, ist in den letzten fünf Jahren um 50 Prozent gesunken. Sorgen macht ausserdem auch in Grossbritannien der Anteil der in der Informatik tätigen Frauen: Dieser ist zwar deutlich höher als in der Schweiz, aber ebenfalls rückläufig: Seit 2001 fiel er von 22 auf 18 Prozent.
Gemäss e-skills werden daher nur ein Fünftel der neuen ICT-Professionals direkt aus der Ausbildung kommen. Mindestens die Hälfte werden aus Quereinsteigern aus anderen Berufen bestehen. Die meisten der neuen Stellen werden gemäss e-skills jedoch hohe Anforderungen an die Ausbildung stellen: Die Mehrheit der neue Jobs sollen in Bereichen wie Softwareentwicklung, Projektmanagement, System-Architektur, Business-Process-Management, Change-Management, Security und Risikomanagement enstehen.
e-skills fordert daher grosse Investitionen auf vielen Ebenen, um das Image der ICT-Berufe bei jungen Leuten zu verbessern, die Aus- und insbesondere die Weiterbildungsstrukturen zu verbessern und die IT-Kenntnisse auch ausserhalb der Branche zu fördern. (hjm)

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