Ultrabook-Schwemme an der IFA

12. Juli 2012 um 07:04
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An der diesjährigem IFA steht insbesondere der Chipriese Intel im Fokus. 60 neue Ultrabook-Modelle und auch neue Smartphones werden gezeigt.

An der diesjährigem IFA steht insbesondere der Chipriese Intel im Fokus. 60 neue Ultrabook-Modelle und auch neue Smartphones werden gezeigt.
Vom 31. August bis 5. September 2012 findet in Berlin die Internationale Funkausstellung (IFA) statt. Im Mittelpunkt des Interesses der Vorschau-Veranstaltungen in Hamburg und München standen die Ankündigungen von Intel. Der Chipriese wird erstmals seit 2005 wieder auf der IFA in Berlin sein und setzt damit auch ein Zeichen, wie mit der "Ubiquity" oder der Allgegenwärtigkeit des Computers alle Welten zusammenwachsen.
Ultrabooks...
Ultrabooks sollen bei Intel in Halle 23, Stand 103 und bei den OEM-Partnern ein ganz wichtiges IFA-Thema sein. Wie Intel-Sprecher Martin Strobel sagt, werden in Berlin über 60 Modelle dieser superflachen Notebooks zu sehen sein. Die schon auf der Computex Taipei Anfang Juni vorgestellte zweite Generation der Geräte mit der "Ivy Bridge" genannten dritten Generation der Core-Prozessoren auf Basis der 22-Nanometer-Fertigung soll dabei bis zu 22 Prozent mehr Leistung, 17 Prozent weniger Stromverbrauch und doppelte Multimedia- und 3D-Grafikleistung versprechen.
Namentlich noch kaum greifbar, sollen auf der IFA mit Blick auf Windows 8 auch eine Reihe von "Convertible" oder "Hybriden" aus Ultrabook und Tablet mit um 360 Grad schwenkbarem (oder andockbarem) Display beziehungsweise Keyboard zu sehen sein. Das zur IFA-Preview mitgebrachte Referenzmodell eines Ultrabooks mit Touchscreen weist auf ein anderes Trendthema für das neue Microsoft-Betriebssystem hin, das im Oktober erscheint. Wie viele Intel-Tablets in Berlin ausgestellt werden, darüber gibt es noch keine Auskunft, in jedem Fall soll Windows 8 und nicht Android im Zentrum der neuen Armada gegen Apples iPad stehen.
...und Smartphones
Anders bei Smartphones, denn für die ersten Geräte mit Intels neuesten Atom-Prozessoren (Medfield) sind laut Strobel allein 1'200 Software-Ingenieure für Android beschäftigt gewesen. Das vom indischen Handy-Hersteller Lava gefertigte Referenzdesign (Foto) wurde von Orange zunächst für Grossbritannien und Frankreich unter dem Namen San Diego angekündigt. Zu den Eckdaten gehören ein Single-Core-Prozessor mit einer Taktrate von 1,6 GHz, 1 GB RAM, ein 4-Zoll-Touchscreen mit 1'024 x 600 Pixel sowie eine 8-Megapixel-Kamera, die auf zehn Bilder pro Sekunde kommt und Full-HD-Videoaufnahmen machen kann.
Egal ob Notebooks, Ultrabooks, Tablets oder Smartphones betreffend, liege die drahtlose Kommunikation, die Softwareentwicklung und die Sicherheit Intel sehr am Herzen, weshalb man in jüngster Zeit auch so manche Zukäufe getätigt habe, so zum Beispiel die Mobilfunksparte von Infineon oder McAfee im Security-Bereich, betont Strobel. (Klaus Hauptfleisch)

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