UMB will seine Aus­bildungs­kapazität verdoppeln

4. Oktober 2021, 12:55
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Statt über den Fachkräftemangel zu jammern, baut der IT-Dienstleister aus Cham sein Angebot zur ICT-Berufsausbildung aus.

Ab dem Jahr 2022 will UMB jährlich 8 bis 10 neue ICT-Lernende einstellen. Mit dieser Verdoppelung der Stellen für Lernende inklusive Praktikantinnen und Praktikanten werde man im Jahr 2025 von heute 18 auf dann bis zu 40 Ausbildungsplätze kommen, teilt das Unternehmen mit. Das seien dann etwa 9% der Schweizer Belegschaft.
Mit der Investition in die IT-Nachwuchsförderung reagiert Matthias Keller, CEO und Inhaber von UMB, ausdrücklich auf den Fachkräftemangel: "Wir wollen den Nachwuchs mit dem Ausbau der eigenen Ausbildungskapazität noch besser fördern, um einen Teil unseres Wachstums mit internen Kräften bestreiten zu können."
Konkret bedeutet das Engagement für den IT-Dienstleister, dass mehr Berufsbildner zum Einsatz kommen. Das Team um Roger Schweingruber und seine 2 Teilzeit arbeitenden Kollegen werde ab dem 1. Januar 2022 mit Pascal Wartenweiler verstärkt, der zu 100 % als Berufsbildner arbeiten werde, so UMB.
Für das kommende Jahr hat UMB übrigens schon alle Lehrstellen für die 4-jährige Berufsausbildung als Informatiker/in besetzen können.
Keller hat wie die meisten seiner IT-Unternehmenskollegen Jahr für Jahr viele offene Stellen zu besetzen. Seine Anstrengungen für den Nachwuchs charakterisiert er denn auch so: "Nach vier Jahren Ausbildung kennen die Lernenden das Unternehmen sehr gut und tragen sofort produktiv einen Mehrwert zum Unternehmenserfolg bei." Ausserdem seien diese jungen Kollegen anders als von aussen kommende junge Mitarbeitende mit der Firmenkultur vertraut, was ein nicht zu unterschätzender Faktor sei. Wenig verwunderlich auch, dass laut dem Firmenchef in den letzten vier Jahren alle, die nach der Lehre bei UMB verbleiben wollten, eine Stelle bekamen.

ICT-Berufsbildung Schweiz lobt das Modell

Serge Frech, Geschäftsführer von ICT-Berufsbildung Schweiz, attestiert der UMB ein innovatives Ausbildungsmodell. Dort würden die Lernenden ihre Lehre selbstständig planen und nach eigenen Präferenzen zusammenstellen können. Dies stärke die Motivation und die Eigenverantwortung und fördere die Zugehörigkeit zum Unternehmen, lässt sich Frech in der Mitteilung zitieren.
Zudem lobt er den Anteil an Lernenden von bis zu 9% als vorbildlich. Dem sollten möglichst viele andere Unternehmen aller Branchen folgen, um dem ICT-Fachkräftemangel zu begegnen.

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