Umbau bei Citrix in Europa

7. Oktober 2009, 15:37
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Höhere Margen für Distis und Reseller. Desktop-Virtualisierung wird wichtiger. Zentraleuropa-Chef Karl-Heinz Warum hat das Unternehmen verlassen.

Höhere Margen für Distis und Reseller. Desktop-Virtualisierung wird wichtiger. Zentraleuropa-Chef Karl-Heinz Warum hat das Unternehmen verlassen.
Wie die deutsche Channel-Publikation 'IT-Business' berichtet, gibt es beim Softwarehersteller Citrix eine grössere Reorganisation des Geschäfts in Europa. Vor diesem Hintergrund hat Karl-Heinz Warum das Unternehmen verlassen. Er arbeitete seit über zwölf Jahren bei Citrix und war zuletzt als Senior Area Vice President Central Europe für die drei deutschsprachigen Länder und für Osteuropa zuständig. Vertriebs-Direktor Jens Lübben wird bis zur Ernennung eines Nachfolgers Warums Aufgaben für die gesamte DACH-Region kommissarisch übernehmen. Citrix-Sprecher Björn Riebel bestätigte gegenüber inside-channels.ch den Weggang von Warum.
Gemäss den Angaben von 'IT-Business', die von Citrix bestätigt werden, wurde die Europa-Organisation neu gegliedert. Citrix wolle Resellern und Distributoren höhere Margen sichern und die Rolle der OEM-Partner stärken. Seit Oktober gibt es bei Citrix eine zusätzliche Vertriebsregion, die Osteuropa und die Länder des mittleren Ostens umfasst. Bislang war Osteuropa in der Vertriebsregion Zentral-Europa angesiedelt, die von Warum geführt wurde.
Desktop-Virtualisierung im Fokus
Im Interview mit 'IT-Business' sagt Carsten Thomsen, bei Citrix für den Channel-Vertrieb und die Strategie in der EMEA-Region verantwortlich, die Neustrukturierung der Regionen sei nötig geworden, weil Citrix in Osteuropa und im Mittleren Osten in nächster Zeit das signifikanteste Wachstum erwarte.
In Europa will Citrix den Resellern und Distis zusätzliche Tools anbieten, beispielsweise E-Learning-Angebote. Insbesondere der Bereich Desktop-Virtualisierung soll technisch und vertrieblich vorangetrieben werden. Details dazu sollen auf der EMEA-weiten Citrix-Select-Conference im November vorgestellt werden.
Thomsen sagte auch, dass eine Broadline-Distribution in Europa für Citrix "überhaupt keine Option" sei. Erst Anfang August sorgte Citrix für Aufsehen mit der Ankündigung, in Deutschland nicht mehr mit dem Value Added Distributor Computerlinks zusammenarbeiten zu wollen. Hierzulande werden Citrix-Produkte weiterhin über Computerlinks und BCD-Sintrag vertrieben. (Maurizio Minetti)

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