Umfrage: Tabellen­kalkula­tion statt KI – Daten werden kaum genutzt

21. Oktober 2021, 12:36
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Laut HPE haben viele Firmen der DACH-Region noch einen langen Weg vor sich, um datenbasierte Produkte oder Dienst­leistungen anbieten zu können.

Nach der Nutzung ihrer Daten in der Wertschöpfung gefragt, fehlt es in den Unternehmen der DACH-Region vielfach nur schon an einer Strategie. Laut dem Reifegradmodell von HPE haben die befragten Firmen auf einer Skala von 1 (Daten-Anarchie) bis 5 (Daten-Ökonomie) gerade einmal einen durchschnittlichen Reifegrad von 2,1 erreicht.
Allerdings liegt dieser Wert bei kleineren Firmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden mit 1,7 deutlich niedrigerer als bei grösseren Firmen, deren Schnitt bei 2,5 lag. Länderspezifische Unterscheide existieren übrigens so gut wie keine.
Zwar sei viel die Rede von den Daten als "Lebensader der wirtschaftlichen Entwicklung". Doch die Firmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz hätten noch viel Arbeit vor sich, um diesem Anspruch gerecht zu werden, teilt HPE denn auch mit.
Das Resümee basiert auf einer Online-Umfrage, an der 150 hiesige Führungskräfte vom CEO bis Teamleiter teilgenommen haben sowie 151 österreichische und 502 deutsche. Unter ihnen gaben 37% Prozent aller Befragten und 65% der Vorstände und Geschäftsführer an, dass ihr Unternehmen gar keine Datenstrategie habe, nicht einmal als Teil der IT-Strategie.
Zudem habe die Hälfte aller Befragten und drei Viertel der Chefs angegeben, sich nicht systematisch um datenbasierte Produkte oder Dienstleistungen zu kümmern. 66% von allen und 85% aus der Chefetage teilten mit, dass in ihrem Unternehmen keine Analytics- oder KI-Methoden zum Einsatz kommen, sondern Analysen mit Tabellenkalkulation durchgeführt werden.
Berücksichtigt werden muss bei diesen Ergebnissen, dass es laut der HPE-Befragung "keine Abkürzung auf dem Weg in die Daten-Ökonomie gibt". Dieser erfordere einen ganzheitlichen Ansatz, der alle Facetten eines Unternehmens betreffe.
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Grafik: HPE
Um sie alle adressieren zu können, hat HPE auf eigens ein Umfragemodell entwickelt. Es ist als Self-Assessment-Tool verfügbar und verspricht, den Datenwertschöpfungs-Reifegrad einer Organisation entlang von 6 Dimensionen bewertet zu können. Auf den Prüfstand kommen strategische, organisatorische und technologische Merkmale. Ihre Auswertung zeigt im niedrigste Reifegrad 1, Daten-Anarchie genannt, dass Silodenken vorherrscht, die Geschäftsbereiche ihre Datenbestände isoliert voneinander bewerten und sie kaum systematisch nutzen. Auf der obersten 5. Stufe namens Daten-Ökonomie, gibt es eine einheitliche Datenbewirtschaftung über interne Geschäftsbereiche und externe Ökosysteme hinweg.
Dieses neue Online-Self-Assessment kann laut HPE als Ausgangspunkt genutzt werden, um die nächsten Entwicklungsschritte zur Optimierung ihrer Datenwertschöpfung zu planen. Denn wer diesen Weg gehen wolle, müsse zunächst den eigenen Reifegrad bestimmen.

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