Und noch eine Schweizer FTTH-Gruppe

27. September 2011, 15:15
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Openaxs, Runde Tische, Arbeitsgruppen: Es gibt sicher genug Gremien, die sich mit dem Bau von Glasfasernetzen beschäftigen. Nun kommt die Lobby- und Interessengruppe "Glasfasernetz Schweiz" hinzu.

Openaxs, Runde Tische, Arbeitsgruppen: Es gibt sicher genug Gremien, die sich mit dem Bau von Glasfasernetzen beschäftigen. Nun kommt die Lobby- und Interessengruppe "Glasfasernetz Schweiz" hinzu.
Heute ist in Bern die Interessengruppe "Glasfasernetz Schweiz" aus der Taufe gehoben worden. Gemäss der Charta will die Gruppe über die nächsten drei bis vier Jahre die Glasfaserbranche und weitere engagierte Akteure vereinen.
Runder Tisch, Openaxs…
Die wichtigsten Akteure, die Fibre-to-the-Home (FTTH) in der Schweiz voranbringen, treffen sich bereits seit Jahren regelmässig anlässlich der Runden Tische unter dem Vorsitz des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) ins Leben gerufen, die unter anderem das Ziel verfolgt, politische Entscheidungsträger über die FTTH-Aktivitäten zu informieren. "Glasfasernetz Schweiz" soll gemäss Eigendeklaration ebenfalls als Informationsplattform für Politik, Verwaltung und die breite Öffentlichkeit dienen.
"Glasfasernetz Schweiz" sieht sich im Gegensatz zu den bestehenden Gremien aber vor allem als Interessen- und Lobby-Gruppierung der FTTH-Anbieter, wie Geschäftsführer Oliver Schnyder auf Anfrage sagt. So sind darin Firmen und Organisationen vereint, die in den Ausbau von Glasfasernetzen investieren - also Energieversorgungsunternehmen (EVU) und Swisscom. Auch ICTswitzerland als Dachverband der Schweizer ICT-Branche ist vertreten. Provider wie etwa Sunrise, die kein eigenes Glasfasernetz bauen, aber als Wiederverkäufer auftreten, sind höchstens indirekt über ICTswitzerland dabei. Man stehe aber allen Interessenten gegenüber offen, betont Schnyder.
Wie ein Blick auf die Liste der 14 Mitglieder. Stampfli ist gleichzeitig Präsident von ewb (Energie Wasser Bern) und Vorstandsmitglied von "Glasfasernetz Schweiz". In seiner Stellungnahme geht Stampfli auf den glücklicherweise verhinderten "Baggerwettbewerb" ein und erklärt, dass der Verband Openaxs für die Kommerzialisierung der FTTH-Angebote eine zweite Organisation mit dem Namen "Swiss Fibre Net" gegründet habe, welche "alle operativen Aufgaben von Marketing bis zum Betrieb und damit alle nicht klassischen Verbandsaufgaben" übernehme. Swiss Fibre Net soll nächstes Jahr zu einem wichtigen nationalen Player in der Schweizer Telekom-Landschaft werden. (Maurizio Minetti)

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