Unilever verabschiedet sich von Linux-Migrationsplänen

5. September 2005, 13:05
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Sparpotential rechtfertigt das Migrationsrisiko heute nicht mehr, findet Unilever.

Sparpotential rechtfertigt das Migrationsrisiko heute nicht mehr, findet Unilever.
Der Konsumgüterriese Unilever hatte 2003 angekündigt, sein gigantisches SAP-System von einer Unix Server-Plattform auf eine Linux-Plattform auf Itanium-Servern migrieren zu wollen. Unilever hoffte damals, durch eine solche Migration sein IT-Budget um rund 145 Millionen Franken entlasten zu können.
Wie 'Silicon.com' berichtet, hat Unilever diesen Plan inzwischen wieder fallen gelassen, da das Sparpotential das Migrationsrisiko nicht mehr aufwiege. Der CIO des Riesenkonzerns, Neil Cameron, erklärte in einem Interview gegenüber 'Silicon.com', das Sparpotential sei vor allem wegen neueren Trends im Bereich Security und Support nicht mehr so klar, wie vor zwei Jahren: "Die Welt steht nicht still."
Ein Hauptgrund dafür, dass das Sparpotential kleiner geworden ist, ist aber auch, dass die Linux-Konkurrenten konzilianter geworden sind – einen Umstieg auf Open Source anzudenken dürfte sich auch als Verhandlungstaktik oft lohnen.
Dazu Cameron: "(Linux) bringt mehr Konkurrenz auf den Markt und beendet die Selbstgefälligkeit der Anbieter. Plötzlich habe ich bei auch bei proprietären Produkten ein Preis/Leistungsverhältnis, welches den Unterschied zu Open Source, der vor zwei Jahren existierte, stark geschmälert hat." (Hans Jörg Maron)

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