Universitätsspital Basel spart mit neuen Servern

4. März 2011, 13:10
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HP hält an den hochfliegenden Plänen im Unix-Server-Markt fest, konnte IBM bisher aber keine Marktanteile abjagen.

HP hält an den hochfliegenden Plänen im Unix-Server-Markt fest, konnte IBM bisher aber keine Marktanteile abjagen.
Das Universitätsspital Basel löst das letzte alte Alpha-System, das noch mit DECs Tru64-Betriebssystem betrieben worden ist, dieses Jahr ab. Ersetzt werden die legendären Systeme, auf denen die wichtigsten Spitalsysteme (SAP und mehr) betrieben werden, durch HP Integrity Blade Server und HP-Unix.
Wie Markus Müller, beim Unispital Basel für die Unix-Landschaften verantwortlich, heute Morgen an einer Medienveranstaltung von HP in Zürich sagte, spart das Spital fast 40 Prozent (38,3%) der Betriebs-Kosten durch den Ersatz der Systeme ein. Dies weil vor allem die Zahl der Systeme massiv reduziet werden konnte. So wird SAP nun statt auf einem Cluster von neun Alphas auf nur noch zwei Systemen gefahren und die sehr grossen Oracle-Datenbanken werden noch dieses Jahr statt auf 12 Tru64-Servern auf nur vier Systemen laufen. Damit wurde vor allem der Aufwand für das Management der Server massiv, nämlich von drei auf noch einen Mitarbeitenden reduziert, wie Müller sagte. Die anderen zwei der "Unix"-Truppe des Spitals können sich heute um die stetig wachsenden Storage-Systeme kümmern.
Weitere Einsparungen ergeben sich, so der Unix-Veteran, aus dem sehr viel geringeren Stromverbrauch, weniger Kühlung und der kleineren Stellfläche der neuen Server, sowie natürlich durch die tieferen Einkaufspreise (Capex) der Systeme.
Festhalten am 30-Prozent-Ziel
Schon letzten April verkündete Hewlett-Packard Schweiz ehrgeizige Ziele: Man wolle bis Ende 2011 im interessanten Markt der Midrange-Unix-Server in der Schweiz einen Marktanteil von 30 Prozent erreichen.
Dieses Ziel hat der Hersteller bis heute nicht erreicht, wie Adrian Mebold, der bei HP für das Geschäft mit Business-kritischen Systemen verantwortlich ist, zugeben musste. Denn der Unix-Markt, also Server mit RISC- oder EPIC- (Itanium) Prozessoren, in der Schweiz wird weiterhin von IBM dominiert. 'Big Blue' konnte seinen Marktanteil im vierten Quartal 2010 wieder auf 48 Prozent steigern. Der Marktanteil von Oracle/Sun sank zwar auf 22 Prozent, doch HP verfehlt das Ziel mit 24 Prozent Marktanteil ebenfalls. Mebold: "Wir stehen noch nicht dort, wo wir möchten." Der französische Hersteller Bull schaffte es mit einem Marktanteil von drei Prozent immerhin auf die IDC-Chart. Zu beachten ist, dass die quartalsweise Messung von Marktanteilen im Unix-Markt manchmal wenig aufschlussreiche Zahlen liefert, denn ein einzelner Grossauftrag von ein paar Millionen Franken kann bereits einen grossen Einfluss haben. Schliesslich ist der Markt mit einem Volumen von etwa 100 Millionen Franken im laufenden Jahr zwar lukrativ, aber nicht riesig. (Christoph Hugenschmidt)

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