Unix-Sysop verübt Anschlag auf kalifornische Stromversorgung

18. Dezember 2007, 16:16
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Unlängst stand der 33-jährige Unix-Spezialist Lonnie Charles Denison in Sacramento vor Gericht.

Unlängst stand der 33-jährige Unix-Spezialist Lonnie Charles Denison in Sacramento vor Gericht. Er hat sich eines gröberen aber einfachen Anschlags auf die gesamte kalifornische Stromversorgung schuldig bekannt. Und zwar schaltete er die Stromversorgung eines Rechenzentrums in Folsom aus, von dem aus Stromkauf und -Verteilung Kaliforniens gesteuert wurde. Er drückte einfach den Notfall-Strom-Aus-Knopf, wie die Zeitung 'San Francisco Chronicle' berichtete.
Es kam einzig nicht zu einem Mega-Blackout in Kalifornien, weil Denison seine Untat Sonntagnacht, in der Kalifornien keinen Zusatzstrom kaufen muss, beging. Am nächsten Morgen schickte Denison zusätzlich ein Mail mit einer Bombendrohung an einen Arbeitskollegen. Das Rechenzentrum wurde daraufhin evakuiert.
Der Unix-Administrator, der über einen Bodyleaser zum Job im RZ gekommen war, gab Verärgerung über seinen Arbeitgeber als Motiv an. Er muss mit bis zu fünf Jahren Gefängnis rechnen.
Das Rechenzenturm brauchte zwei Stunden, um nach der Stromabschaltung wieder hochzufahren. Angeblich waren dazu 20 Techniker nötig - ein Umstand, der zu höhnischen Kommentaren auf 'the Register' führte, wo wir die Story erstmals gesehen haben. (hc)

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