Unruhige Zeiten bei Emineo?

26. Juni 2018, 14:06
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Mehrere Senior Consultants und der Head of Software Engineering haben Emineo verlassen. Nun holt man neue Kräfte an Bord.

Mehrere Senior Consultants und der Head of Software Engineering haben Emineo verlassen. Nun holt man neue Kräfte an Bord.
Seit der Fusion von Emineo und dem SAP-Spezialisten Asem Group ist einiges in Bewegung geraten bei der "neuen" Emineo. Letzten August wurde bekannt, dass CEO und Partner Thomas Zwahlen per Ende desselben Monats aussteigt.
Im Januar 2018 gewann Emineo mit 85 Mitarbeitern die prestigeträchtige Citysoftnet-Ausschreibung und soll in nächster Zeit für 36,5 Millionen Franken die Sozialhilfelösung für die Städte Zürich und Bern sowie den Kanton Basel-Stadt bauen.
In den letzten 12 Monaten scheint es, dass ungewöhnlich viele erfahrene Emineo-Leute von Bord gingen. Basierend auf Recherchen auf Linkedin und Xing sind darunter mindestens fünf Senior Consultants und der Head of Software Engineering sowie mindestens fünf weitere Consultants.
Ist irgendetwas Spezielles im Gange bei Emineo? Fokussiert man Schritt für Schritt auf SAP? "Nein", antwortet Patrick Meister, seit Januar Head of Marketing and Communication bei Emineo, auf Anfrage von inside-channels.ch. "Unser USP ist nach wie vor, dass wir die SAP-Welt und die Java-Open-Source-Welt zusammenbringen können. Die beiden Teams sind ebenbürtig".
15 bis 20 Mitarbeiter, so eine Schätzung, sind aber in den letzten zwölf Monaten gegangen. Gibt es einen "Brain Drain"? "Die Zahl stimmt nicht", so Patrick Meister. "Mitarbeiter kommen und gehen, das ist der Lauf des Lebens. Das ist nichts, worüber wir uns Sorgen machen."
Emineo stelle sich in vielen Bereichen neu auf, habe seit erstem März mit Aleardo Chiabotti einen neuen CEO und professionalisiere sich in mehreren Bereichen, um das Wachstum noch besser zu bewältigen.
Die Neuanstellungen eines Head of Sales, eines neuen Head of Software Engineering, des Head of Marketing and Communication sowie der Aufbau einer eigenen HR-Abteilung seien Ausdruck der Professionalisierung. Man sei damit in der Lage, so grosse Projekte wie Citysoftnet umsetzen zu können.
Aber dies sind ja keine produktiven Leute, die Kundenprojekte leiten oder begleiten. "Wir haben nun eine gute Basis der Professionalisierung", erläutert Meister. In den letzten zwei Monaten seien sechs Berater auf Stufe Senior neu zu Emineo gekommen, "und es kommen laufend neue dazu."
Man baue ein BI-Team auf und drei Fachleute seien schon fix an Bord. "Nach den Sommerferien werden weitere neue Leute zu uns stossen", so Meister.
Und Citysoftnet?
Es laufe auch beim Riesen-Zuschlag Citysoftnet alles wie geplant, hält er fest. "Aktuell laufen die vorbereitenden Massnahmen wie Projektabstimmungen und so weiter". Es gelte zudem den Entscheid in Bern abzuwarten, wo das Volk über 14,9 Millionen Franken für das Projekt zu befinden hat. Die Abstimmung findet diesen September statt.
Entsprechend ist für das Projekt Citysoftnet noch kein Vertrag abgeschlossen, dies kann erst dann geschehen, wenn die politischen Prozesse in Zürich, Bern und Basel-Stadt abgeschlossen sind. Auch wird erst dann – also im November und Dezember – über die Projektverantwortlichen bestimmt, erklärt Citysoftnet-Geschäftsführer Thomas Alder auf Anfrage.
Der Projektstart sei "voraussichtlich Anfang 2019", erklärt Meister. (Marcel Gamma)

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