Unsicheres Jahresendgeschäft für Notebook-Zulieferer

6. September 2010, 08:36
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Da sich bei Notebook-Herstellern die Lager füllen, wissen die Kompontenzulieferer nicht, womit sie im Dezember 2010 rechnen müssen. Vom Jahresendgeschäft hängt auch der erfolgreiche Start von Intels neuer "Huron River"-Plattform im ersten Quartal 2011 ab.

Da sich bei Notebook-Herstellern die Lager füllen, wissen die Kompontenzulieferer nicht, womit sie im Dezember 2010 rechnen müssen. Vom Jahresendgeschäft hängt auch der erfolgreiche Start von Intels neuer "Huron River"-Plattform im ersten Quartal 2011 ab.
Quanta und Compal, die beiden grössten Notebook-Auftragsfertiger, mussten gerade ihre Prognosen fürs dritte Quartal drastisch nach unten revidieren. Statt wachsender Absatzzahlen sehen sie nun Einbrüche von bis zu zehn Prozent voraus. Für das vierte Quartal rechnen sie aufs Jahr gesehen allerdings wieder mit Zuwächsen im 10-Prozentbereich.
Ob das eintrifft, wird sich erst zeigen müssen. Die chinesische Wirtschaft wächst mit angezogener Handbremse, die hohe Inflation beginnt sich schon auf die Binnenkonjunktur auszuwirken. Der erhoffte Run zum Nationalfeiertag am 1. Oktober, neben chinesisch Neujahr und dem Tag der Arbeit einer der drei "Goldenen Feste", könnte daher weniger rauschend sein als in den Jahren zuvor. Unsicherheit besteht auch, was das Weihnachtsgeschäft in den USA und Europa angeht. Wenn die erhoffte Nachfrage ausbleibt, werden die Notebook-Riesen im Dezember ihr Inventar anpassen und die Komponentenzulieferer an der kurzen Leine halten, berichtet 'Digitimes' unter Berufung auf Industriekreise in Taiwan.
Sollten sich Ende des Jahres bei den Anbietern und im Channel zu viele Geräte noch im Inventar befinden, hätte das auch Auswirkungen auf den Erfolg von Intels neuer Notebook-Plattform mit dem Codenamen "Huron River" im ersten Quartal 2011. Denn dann würden HP, Acer, Dell und Co. erstmal versuchen, sich von den Beständen zu trennen, bevor sie im grossen Stil Geräte auf Basis der neuen Intel-Plattform ordern. Andererseits hat die Vergangenheit gezeigt, dass die Verbraucher gerade wegen der Ankündigung einer neuen Gerätegeneration ihre Kaufgelüste verschieben. Es ist daher sicherlich kein Zufall, dass Intel den Startschuss für neue Plattformen nie vor Ende Januar gibt. (Klaus Hauptfleisch)

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