Unternehmen geben wieder Geld für Innovationen aus

16. Februar 2011, 12:51
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Für IT-Innovationen fliesst wieder mehr Geld, doch die Gesamtbudgets stagnieren mehrheitlich.

Für IT-Innovationen fliesst wieder mehr Geld, doch die Gesamtbudgets stagnieren mehrheitlich.
Laut einer von Capgemini im Oktober 2010 in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) durchgeführten Umfrage unter 173 CIOs von Grossunternehmen und Konzernen werden dieses Jahr wieder mehr Gelder für Neuentwicklungen ausgegeben - zum ersten Mal "seit langem", heisst es in der Studie, präzisiert wird dies allerdings nicht.
Die IT-Gesamtbudgets steigen dagegen eher beschränkt. 39 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass ihnen im Gesamtbudget des laufenden Jahres nicht mehr Geld zur Verfügung stehen werde. 21 Prozent rechnen hier sogar mit Kürzungen und nur 35 Prozent erwarten wachsende Gesamtbudgets.
Laut Capgemini sei bei den Innovationen jahrelang gekürzt worden und nun zeichne sich eine Trendwende ab. Capgemini belegt in seiner IT-Trends-Studie 2011, dass bei einer Mehrheit der Befragten ein Umverteilung der Mittel stattfindet. Weil beim grössten IT-Ausgabenposten - der Infrastruktur-Bereich schluckt durchschnittlich fast ein Drittel der Budgets - beispielsweise durch den Einsatz von Virtualisierungstechnik rund vier Prozent eingespart werden konnten, kann die Mehrheit der Konzerne in diesem Jahr im Schnitt 1,7 Prozent mehr in Neuentwicklungen stecken. Demnach fliessen in diesem Jahr im Schnitt 16,3 Prozent der Gesamtausgaben in Inovationen und zwar insbesondere in die Entwicklung neuer Software. In der Schweiz hätten die Konzerne für Neuerungen sogar 18 Prozent des Gesamtbudgets vorgesehen, so Capgemini.
Virtualisierung immer noch Top-Thema
Hierzulande dominiere dabei weiterhin das Thema Virtualisierung, gefolgt von Integrationsprojekten für Standard- und Individualanwendungen sowie dem Risikomanagement und dem Master-Data- und Data-Quality-Management. Derzeitige Hype-Themen wie Cloud, Social-CRM und Blogs belegen dagegen die hinteren Plätzen einer Liste mit insgesamt 32 Top-Trends.
Wenn es nach der Studie geht, gewinnen Web-2.0-Elemente jedoch längerfristig – bis Ende 2012 - an Bedeutung. In den kommenden zwölf Monaten werde aber erst einmal daran gearbeitet, das "Nutzungserlebnis auf Portalen sowie Web-Applikationen zu verbessern und damit den Aussenauftritt und den Kundenservice zu optimieren", schreibt Capgemini. Mit Hochdruck werde bereits an Applikationen für mobile Endgeräte gewerkelt.
Insgesamt, resümiert Capgemini, standen bisher Effizienzsteigerung, Standardisierung und Controlling im Vordergrund. Doch das ändere sich jetzt. Gefordert sei wieder verstärkt die innovative Kraft in den Unternehmen.
Interessant ist ausserdem der Wandel des Selbstverständnissse der CIOs, den die Studie nachzeichnet. Selbst wenn CIOs den Beitrag der IT zur Kostensenkung relativ hoch einschätzen, so erfüllen sie die Erwartungen an die IT als Business-Partner ihrer eigenen Einschätzung nach nicht so gut. Vielmehr sei der Beitrag der IT zur Wertschöpfung gesunken. Viele IT-Chefs wollen deshalb ihre IT-Abteilung raus aus der Rolle als blosser Dienstleister führen. Künftig sollen sich diese stärker als "Geschäftspartner" einbringen, der geschäftliche Anforderungen in IT-Lösungen umsetzt. Vorerst, so Capgemini, bleibe die CIO-Rolle aber doch die eines Dienstleisters. (vri)

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