Unternehmen lassen Datenleichen in Frieden ruhen (und geistern)

7. Oktober 2010, 15:13
  • rechenzentrum
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Laut einer vom Datenintegrationsspezialist Informatica Corporation in Auftrag gegebenen Umfrage unter IT-Managern von Grossunternehmen in Deutschland, Frankreich und Grossbritannien erklärten rund vier Fünftel, dass in ihren Unternehmen Applikationen und/oder Datensilos auf den Unternehmensnetzwerke

Laut einer vom Datenintegrationsspezialist Informatica Corporation in Auftrag gegebenen Umfrage unter IT-Managern von Grossunternehmen in Deutschland, Frankreich und Grossbritannien erklärten rund vier Fünftel, dass in ihren Unternehmen Applikationen und/oder Datensilos auf den Unternehmensnetzwerken
vor sich hin schlummern, die seit mindestens drei Jahren nicht mehr benutzt wurden. Im Durchschnitt werden rund ein Viertel aller Applikationen nicht oder nicht mehr genutzt. Befragt wurden Leute aus Unternehmen mit mindestens 250 Angestellten.
Auch ungenutzte Applikationen und Daten beanspruchen allerdings Ressourcen, und so meinten denn auch 86 Prozent der rund 600 Befragten, dass die IT-Systeme effizienter laufen würden, wenn diese ungenutzten Applikationen entfernt würden. In Einzelfällen wurden die dadurch verursachten indirekten Kosten auf bis zu zwei Millionen Euro pro Jahr geschätzt.
Angst um die Daten
Zum leisen Ärger von Informatica, der als Datenintegrationsspezialist gerne beim Entfernen dieser Applikationen beziehungsweise der Migration der Daten helfen würde, scheint aber eine Mehrheit der Unternehmen nicht vor zu haben, diese Leichen in näherer Zukunft aus dem Netzwerk zu entfernen. 46 Prozent der Befragten wollen die Applikationen nicht entfernen, weil die dazugehörigen Daten doch später wieder einmal gebraucht werden könnten. Weitere 26 Prozent glauben, dass die Daten spezifisch aus Gründen der Compliance benötigt werden könnten. Ein weiterer Grund für Zurückhaltung dürfte sein, dass rund ein Drittel nicht in jedem Fall weiss, ob zu einer ungenützten Applikation auch noch spezifische Daten gehören.
Mark Seager, Vice President Technology EMEA bei
Informatica, meint dazu: "Im Endeffekt geht es darum, intelligenter mit denjenigen Daten umzugehen, die zur Verfügung stehen. Obgleich fast ein Drittel der IT-Manager nicht glaubt, dass ein Benefit darin liegt, die ungenutzten Datenbanken aus dem System zu entfernen, stimmt dies nicht. Indem diese das Netzwerk verstopfen, bilden sie ein Hindernis und verschwenden nur unnötig Budgets, ohne jemals irgendeinen greifbaren
Unternehmenswert zu bieten." (hjm)

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