Unternehmens-PCs: Erst 9 Prozent fahren Vista

25. Juli 2008, 14:55
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87 Prozent haben immer noch XP. Firefox im Enterprise-Segment mit fast einem Fünftel Marktanteil.

87 Prozent haben immer noch XP. Firefox im Enterprise-Segment mit fast einem Fünftel Marktanteil.
Auch anderthalb Jahre nach dem Launch des neuen Windows wird noch nicht einmal jeder elfte Desktop-Computer in Unternehmen mit Windows Vista betrieben. Zu diesem Schluss kommt die "Enterprise Desktop And Browser Study", die das US-Marktforschungsinstitut Forrester Research diese Woche veröffentlicht hat. Das bei weitem beliebteste Betriebssystem im Unternehmensbereich ist immer noch Windows XP.
Und ausserdem: Der Open-Source-Browser Firefox ist beileibe nicht mehr nur bei Privatanwendern substantiell verbreitet: Beim Browser setzen schon fast ein Fünftel der Unternehmensnutzer auf Firefox, was die Bedeutung von Cross-Browser-Entwicklung gerade im Business-Umfeld unterstreicht.
50'000 User in Unternehmen wurden für die Studie befragt und eine überwältigende Mehrheit von 87,1 Prozent arbeitete im Juni 2008 nach wie vor auf XP als Betriebssystem, so die Forrester-Studie. Vista brachte es auf nur rund ein Zehntel dieser Verbreitung (8,8 Prozent). Aufgrund des mangelnden Erfolges vergleicht die Forrester-Studie Vista sogar mit "New Coke". Das war eine 1985 in den USA von Coca Cola eingeführte neue Rezeptur, die bei den Konsumenten auf derart breite Ablehnung gestossen ist, dass die klassische Variante binnen kürzester Zeit wieder verkauft werden musste. Dementsprechend gilt New Coke in den USA als ein Paradebeispiel für Marketingversagen und eine gescheiterte Produkteinführung.
Die Forrester-Studie steht allerdings in gewissem Kontrast zu Microsofts eigenen Angaben. Anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen in der Vorwoche hatte das Unternehmen davon gesprochen, dass Vista mit über 180 Millionen seit dem Start des Betriebssystems verkauften Lizenzen zu einer Steigerung der Erträge beigetragen habe. Dabei wurde allerdings nicht zwischen Consumer- und Enterprise-Segment differenziert.
Im Browser-Bereich hatte Microsofts Internet-Explorer-Familie Ende Juni 2008 laut Forrester mit über drei Viertel aller Unternehmensnutzer klar die Nase vorn, allerdings mit tendenziell leicht sinkendem Marktanteil. Im Firmenumfeld aufgeholt hat dagegen die Firefox-Familie. Schon 19,4 Prozent der befragten Anwender setzten im Juni dieses Jahres auf Versionen des Mozilla-Browsers, was eine deutliche Steigerung gegenüber noch 16,8 Prozent zu Jahresbeginn darstellt. Für Entwickler bedeute dies, dass es inzwischen zwingend erforderlich ist, Anwendungen so zu gestalten, dass sie auch unter beiden Browsern funktionieren, betont Forrester. (pte)

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