"Unwuchten" in der SAP-Beraterwelt

6. März 2009, 16:52
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Kippt der Mangel an SAP-Beratern in Überangebot? Gesucht sind BI-und Finanz-Spezialisten und Berater mit hohem Branchen-Know-how.

Kippt der Mangel an SAP-Beratern in Überangebot? Gesucht sind BI-und Finanz-Spezialisten und Berater mit hohem Branchen-Know-how.
Bis vor ein paar wenigen Monaten hatten SAP-Integratoren und Anwender ein Thema, wenn man sie nach ihren Problemen fragte: Der Mangel an qualifizierten Beratern, die bei der Umsetzung von komplexen SAP-Projekten helfen können. Nun hat der Wind zumindest in Deutschland gekehrt. "Viele Berater kehren aus abgebrochenen oder beendeten Projekten zurück und sind nicht mehr ausgelastet," sagt Tobias Ortwein vom deutsch-französischen Marktforscher PAC. In Österreich und der Schweiz sei die Situation "nicht so dramatisch," so Ortwein.
PAC spricht von "Unwuchten" im weltweiten Markt für SAP-Beratungen, der immerhin 160'000 hochqualifizierte Spezialisten (Stand 2007) ernährt. So gibt es heute zu viele Berater mit Stärken und Erfahrung bei der klassischen ERP-Einführung, während ein Mangel bei Spezialisten für Business Intelligence herrscht. Zudem sind ABAP-Programmierer (ABAP ist die SAP-eigene Programmiersprache) in der industrialisierten Welt zunehmend weniger gefragt, da vor allem in Indien grosse Kapazitäten aufgebaut worden sind.
SAP habe sich und seine Produktphilosophie mit NetWeaver und dem Fokus auf eine Service-orientierte Architektur (SOA) eben stark verändert, aber vergessen, sein "Ökosystem" (Berater, Partner) "mitzunehmen", kritisiert PAC.
Gemäss Ortwein werden künftig vermehrt Berater mit sehr gutem Branchen-Know-How gesucht sein und paradoxerweise auch solche mit sehr guten Kenntnissen in den SAP-Finanzmodulen. Denn in Krisenzeiten werden vermehrt Firmen übernommen oder zerlegt, wenn nicht gar liquidiert, was immer auch Konsequenzen für die jeweiligen Finanzsysteme nach sich zieht. (Christoph Hugenschmidt)

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