UPC Schweiz will wachsen – durch Stellenabbau

21. Februar 2020, 15:11
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Rund 160 Jobs werden gestrichen.

Im Allgemeinen ist es für ein Dienstleistungsunternehmen nicht unbedingt umsatzfördernd, wenn es Stellen abbaut. Aber UPC will genau dies tun, und sagt, dass man so das zukünftige Wachstum sichern wolle.
Der grösste Kabelnetzbetreiber der Schweiz will rund 10 Prozent seiner 1600 Stellen abbauen, wie verschiedene Medien berichteten. Die UPC-Medienstelle liess uns auf Anfrage eine Stellungnahme zukommen, welche dies bestätigt.
Die UPC sei "bestrebt, den Abbau durch natürliche Fluktuation und Massnahmen wie interne Wechsel oder Frühpensionierungen zu erreichen, wo immer dies möglich ist", heisst es darin. "UPC wird alle Anstrengungen unternehmen, um die Zahl der Entlassungen oder Kündigungen von Mitarbeitern so gering wie möglich zu halten." Aber Entlassungen könne man nicht vermeiden
Das Unternehmen wolle prüfen, wie verschiedene Geschäftsprozesse vereinfacht und das Betriebsmodell weiter optimiert werden könnten, heisst es weiter. Das Ziel sei es, eine agilere Organisation zu schaffen und so ein nachhaltiges Geschäftswachstum zu sichern. Darüber hinaus wolle UPC durch kosteneffiziente Strukturen sicherstellen, dass ihre Investitionen "einen direkten Nutzen für die Endkunden haben". Das neue Betriebsmodell solle bis Ende April ausgearbeitet sein. Dann werden also wohl die Betroffenen endgültig von ihrem Schicksal erfahren.
Gleichzeitig versichert das Telekommunikationsunternehmen, dass man auch weiterhin in die Produkte, das Netzwerk und die Digitalisierung investieren wolle.
Einen Zusammenhang mit dem geplatzen Sunrise-Deal stellt UPC in Abrede.
Vor einer Woche hatte UPC Schweiz Quartalszahlen veröffentlicht. Diese zeigten einen weiteren kleinen Umsatzschwund. Aber UPC erklärte, dass der Rückgang der Abonnentenzahlen gebremst worden und die Kundenzufriedenheit gestiegen sei. 

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