Urheberrechtsabgaben auf Dropbox und Co.?

13. Dezember 2012, 15:44
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Eine Autoren-Vereinigung in Österreich fordert eine Urheberrechtsabgabe für Cloud-Dienste.

Eine Autoren-Vereinigung in Österreich fordert eine Urheberrechtsabgabe für Cloud-Dienste.
Aus Österreich kommt dieser Tage ein Vorschlag, der viele Internet-Nutzer verärgert: Die österreichische IG Autorinnen Autoren fordert, dass auf Online-Storage-Dienste wie Dropbox, Wuala oder Google Drive Urheberrechtsabgaben bezahlt werden sollen. Hintergrund ist eine geplante Urheberrechtsreform in Österreich.
Bekanntlich bezahlen Konsumenten in der Schweiz auf physischen Speichermedien Urheberrechtsabgaben. Und zwar von der CD bis zum Tablet. In Deutschland ist das auch so - nicht aber in Österreich. Dort sind zurzeit nur CDs abgabepflichtig. Die Autoren-Vereinigung möchte nun nicht nur die Abgabe auf Festplatten, sondern gleich einen Schritt weiter gehen: "Wir wollen nicht nur die Festplattenabgabe, wir wollen auch eine Abgabe für die Nutzung der Cloud, und wir wollen sie für jede Nutzung unserer Arbeit", schreiben sie in der Zeitung 'Autorensolidarität'.
Unklar bleibt aber, wie Konsumenten zur Kasse gebeten werden, wenn der Cloud-Dienst anonym und kostenlos benutzt werden kann. Abgaben würden wohl nur bei kostenpflichtigen Angeboten erhoben. Die Idee stösst jedenfalls auf Widerstand, denn Konsumenten werden so mehrmals gezwungen, Gebühren zu bezahlen. So wehrt sich die "Plattform für ein modernes Urheberrecht" gegen eine solche Gebühr. (mim)

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