Urheberrechtsstreit: IFPI antwortet Stiftung für Konsumentenschutz

9. Mai 2007, 15:55
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Der Schweizer Interessenverband der Musikindustrie IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) hat gestern in einer Stellungnahme auf den --http://www.

Der Schweizer Interessenverband der Musikindustrie IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) hat gestern in einer Stellungnahme auf den offenen Brief der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) von Ende April reagiert. Die SKS hatte IFPI vorgeworfen, "vom Markt überholten Forderungen" zu stellen. Es geht dabei um das momentan vom Parlament beratene neue Urheberrechtsgesetz. Ende Woche wird die nationalrätliche Rechtskommission zum Thema tagen.
Die Stellungnahme mit dem Titel "NEIN zur Pirateninsel Schweiz – JA zur Kreativität und zur Belohnung innovativen Schaffens!" gilt zwar als öffentlich, sie ist allerdings auf der altertümlichen Homepage von IFPI nicht zu finden. Jedenfalls ist der Ton im Schreiben ziemlich scharf: "Sie werden nicht müde, mit irreführenden Behauptungen und überholten Argumenten die Etablierung neuer, konsumentenfreundlicher Musikangebote zu verhindern und die Nutzung illegaler Gratisangebote und Raubkopien zu propagieren."
IFPI schreibt, bei der Revision des Urheberrechtsgesetzes gehe es nicht um die Interessen von IPFI oder der schweizerischen Audiovisionsindustrie, sondern um die Umsetzung von zwei internationalen Staatsverträgen, den sogenannten WIPO-Abkommen, die die Schweiz 1996 unterzeichnet habe. Diese Verträge, die in der EU und in den USA bereits seit langem umgesetzt seien, basieren lauf IFPI auf einem Kompromiss zwischen Rechteinhabern und Nutzerorganisationen und sind "ein gerechter Ausgleich zwischen Ihren und unseren Interessen." Das letzte Wort hat nun das Parlament. (mim)

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