Urteil: Cisco soll wegen Patentverletzung Milliarden-Strafe zahlen

6. Oktober 2020, 15:15
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Laut einem US-Gericht hat der Netzwerkriese Lösungen eines kleineren Rivalen in seinen Geräten benutzt. Cisco geht in die Berufung.

Der Netzwerk-Spezialist Cisco ist in einem Patentrechtsstreit zu einer Zahlung von insgesamt mehr als 1,9 Milliarden Dollar verurteilt worden. Das Unternehmen zeigte sich enttäuscht und kündigte umgehend an, in Berufung zu gehen.
Der zuständige US-Richter Henry Morgan entschied in Norfolk, dass das Unternehmen die Rechte des klagenden Kontrahenten Centripetal Network auf "vorsätzliche und ungeheuerliche" Weise verletzt habe. Die Entscheidung sei klar und keinesfalls knapp ausgefallen.
Weil Cisco mutwillig gehandelt habe, müsse der Konzern das Zweieinhalbfache seiner Schulden bei Centripetal von 755,8 Millionen Dollar plus Zinsen zahlen, sagte Morgan. Zudem verfügte der Richter hohe Lizenzgebühren für die nächsten sechs Jahre.
Die Klage wurde bereits 2018 erhoben. Centripetal Network hatte damals erklärt, dass Cisco seine Lösungen für die eigenen Netzwerkgeräte benutze. 

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