US-Armee launcht KI-as-a-Service

31. März 2021, 12:28
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Eine neue Plattform erlaubt es Anfängern und Machine-Learning-Cracks in der Armee, KI überall einzusetzen.

Das US-Verteidigungsministerium hat eine neue KI-Plattform gelauncht, die Anwendern im gesamten Militär dabei helfen soll, ihre eigenen KI-Modelle zu erstellen. Dies meldet die auf Beschaffung der US-Behörden spezialisierte Website 'Fedscoop'.
Die Joint Artificial Intelligence Center’s Joint Common Foundation (JCF) genannte Plattform richtet sich an Armeeangehörige mit unterschiedlichen Qualifikationen, vom "Amateur" bis hin zum Machine-Learning-Developer, der saubere Daten und eine Umgebung zum Schreiben von Code benötigt.
Erste Anwender hätten ihre Daten und Algorithmen auf der JCF gespeichert, heisst es weiter unter Berufung auf den Plattform-Verantwortlichen. Seine Hoffnung ist es, dass nun eine Plattform entsteht, die as-a-Service allen Armeebereichen überall auf der Welt zur Verfügung steht und die zudem die Interoperabilität der KI-Lösungen verbessere.
Das System wird laut Ankündigung "interoperabel und JEDI-ready" sein, sobald die Armee ihre "Joint Enterprise Defense Infrastructure"-Cloud von Microsoft in Betrieb nimmt, die derzeit durch rechtliche Auseinandersetzungen zwischen AWS und dem Pentagon blockiert ist.
Zum Betrieb und der Weiterentwicklung von JFC hat das Verteidigungsministerium ein übergreifendes Joint Artificial Intelligence Center gegründet, das als "Transformations-Hub" für KI arbeiten soll.
Bis anhin verfügt das Pentagon über diverse unabhängige KI- und ML-Entwicklungsumgebungen, dies bremse die Möglichkeiten der Weiterentwicklung und Skalierung, hiess es bei Projektbeginn.
Den 106-Millionen-Dollar-Auftrag zum Bau der JCF mit den Armee-IT-Einheiten erhielt laut 'Fedscoop' übrigens Deloitte.

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