US-Chiphersteller rechnen mit Milliardeneinbussen wegen Huawei-Embargo

11. September 2019, 08:46
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Im Juni hatte US-Präsident Trump zugestimmt, gewisse Exportbeschränkungen für Huawei zu lockern.

Im Juni hatte US-Präsident Trump zugestimmt, gewisse Exportbeschränkungen für Huawei zu lockern. Doch drei Monate später haben die USA noch kein grünes Licht für Verkäufe an den chinesischen Konzern gegeben. US-amerikanische Chiphersteller beklagen, sie würden Milliarden von Dollar an Einnahmen verlieren.
Nachdem die Trump-Administration eine Huawei-Blacklist veröffentlicht hatte, wurde US-Chipherstellern der Zugang zu Aufträgen von Huawei verwehrt, die ihnen 2018 einen Umsatz elf Milliarden Dollar gebracht hatten. Zwar kündigte Trump im Juni nach einem Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping an, die Beschränkungen für Fälle zu erleichtern, die nicht die nationale Sicherheit betreffen würden. Doch das Handelsministerium hat bis jetzt noch keine Lizenzen für eingeschränkte Verkäufe erteilt.
Gemäss ‘Wall Street Journal’ rechnen Analysten damit, dass der Schaden für Chiphersteller seit Inkrafttreten des Verbots Hunderte von Millionen Dollar erreicht hat. Zahlreiche Unternehmen haben ihre Umsatzprognosen bereits deutlich gesenkt.
"Jeder Tag, an dem Lizenzen verzögert werden, fügt den amerikanischen Chipherstellern grösseren Schaden zu und bietet unseren globalen Konkurrenten mehr Möglichkeiten", sagte ein Sprecher der Semiconductor Industry Association der Zeitung.
Ein Sprecher des Handelsministeriums erklärte, dass Anträge von Huawei-Lieferanten geprüft würden. "Der behördenübergreifende Prozess, bei dem Lizenzanträge bezüglich Huawei und seiner nicht US-amerikanischen Tochtergesellschaften abgewogen werden, läuft derzeit", sagte der Sprecher.
Mehrere Vertreter von Chipherstellern und anderen Technologieunternehmen, die Lizenzen beantragt haben, sagten, sie seien frustriert über die Zeit, die für die Bearbeitung der Anträge benötigt werde. "Jemand schaut sie an, aber es ist unser allgemeiner Eindruck, dass sie nicht sehr genau hinschauen", sagte ein Vertreter eines Tech-Unternehmens. Huawei wollte zu den Vorgängen keine Stellung nehmen. (paz)

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