US-Geheimdienste: Hacker setzen künftig vermehrt auf Manipulation

11. September 2015, 13:56
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Hacker-Attacken dürften in Zukunft vermehrt nicht mehr nur dem Datenklau, sondern der gezielten Manipulation oder Zerstörung von Informationen dienen.

Hacker-Attacken dürften in Zukunft vermehrt nicht mehr nur dem Datenklau, sondern der gezielten Manipulation oder Zerstörung von Informationen dienen. Das sagte James Clapper, Direktor der nationalen Nachrichtendienste der USA, an einer Anhörung, wie 'Bloomberg' berichtet.
Als Beispiel führten Clapper und NSA-Direktor Michael Rogers die Attacke gegen Sony an, bei der tausende Computer und Server zerstört worden sein sollen.
Im selben Meeting sagte FBI-Direktor James Comey, ein internationales Abkommen könnte helfen, den US-Behörden Zugriff zu verschlüsselten Informationen von Tech-Firmen zu verschaffen. Apple, Google und andere hätten damit begonnen, Daten so zu verschlüsseln, dass "Untersuchungen" erschwert oder verhindert würden.
Gleichzeitig äusserte er Verständnis dafür, dass sich die US-Unternehmen in einem internationalen Umfeld beweisen müssen und negative Effekte auf ihre Wettbewerbsfähigkeit fürchten, sollten sie allein dem Zugriff der US-Behörden verpflichtet sein.
Erst vor einem Monat ist bekannt geworden, dass ein kleiner Ring aus Hackern und Börsenhändlern unveröffentlichte Pressemitteilungen von Business-Nachrichtendiensten gestohlen hat. Die Infos verschafften den Börsenhändlern einen Informationsvorsprung, der ihnen rund hundert Millionen Dollar eingebracht haben soll. (mik)

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