US-Innenministerium will lieber Google als Microsoft

2. Mai 2012 um 14:47
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Google Apps und Gmail für 88'000 Angestellte des US-Innenministeriums kosten 34,9 Millionen für sieben Jahre.

Google Apps und Gmail für 88'000 Angestellte des US-Innenministeriums kosten 34,9 Millionen für sieben Jahre.
Wie Microsoft-Beobachterin Mary-Jo Foley gestern berichtete, will das US-Innenministerium E-Mail- und Zusammenarbeits-Software als Service vom Google-Partner Onix Networking beziehen.
Der Auftrag betrifft E-Mail, Desktop-Videokonferenzen, Instant Messaging, die Unterstützung von Smartphones und Tablets sowie die Archivierung der E-Mails für immerhin 88'000 Angestellte. Das Paket von Onix kostet nur 34,9 Millionen Dollar für sieben Jahre.
Mit dem Entscheid macht das grosse Ministerium eine Kehrtwende, denn ursprünglich hatte Microsoft mit der 'Business Productivity Online Suite', dem Vorläufer von Office 365, den Auftrag gewonnen. Allerdings war das Angebot aus Redmond wesentlich teurer gewesen, nämlich 49 Millionen Dollar für fünf Jahre. Google hatte dann im Oktober 2010 gegen den Zuschlag geklagt, den Rekurs aber im letzten September zurückgezogen. Google hatte kritisiert, dass die Ausschreibung Microsoft bevorzuge, da ein dediziertes Hosting verlangt worden war. Das Innenministerium hat die Ausschreibung dann diesen Januar ergänzt, so dass nun auch ein echtes "Cloud"-Angebot möglich war. Onix betreibt "Google Apps for Government" in einer Cloud-Infrastruktur für verschiedene Regierungsstellen, die sich das System, zum Beispiel Datenbanken, teilen.
Google Apps hat auch in der Schweiz Kunden gewonnen. So migrierte Ringier auf Googles Online-Bürosoftware und der Pharma-Konzern Roche sagte diesen Februar, er wolle 90'000 Anwender auf Googles E-Mail-System migrieren. (hc)

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