US-Konsumenten­schützer bemängeln Microsofts Laptops und Tablets

11. August 2017, 11:42
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Glaubt man einer Studie der amerikanischen Consumers Union und ihrer als unabhängig geltenden Test-Organisation Consumer Reports, verursachen geschätzte 25 Prozent der Laptops und Tablets von Microsoft in den ersten zwei Jahren ihren Besitzern Probleme.

Glaubt man einer Studie der amerikanischen Consumers Union und ihrer als unabhängig geltenden Test-Organisation Consumer Reports, verursachen geschätzte 25 Prozent der Laptops und Tablets von Microsoft in den ersten zwei Jahren ihren Besitzern Probleme. Das hätten neuste Studien vom Consumer Reports National Research Center ergeben, wie es in einer Mitteilung heisst.
Im Vergleich mit anderen Geräten sei die Zuverlässigkeit der Geräte statistisch signifikant schlechter ausgefallen, so die NGO. Deshalb habe man den Microsoft-Geräten die Bezeichnung "Empfehlenswert" entzogen, schreibt die nach eigenen Angaben seit 1936 tätige Verbraucherschutz-Organisation.
Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage im ersten Quartal diesen Jahres unter den Millionen von Abonnenten des Consumer Reports. Von ihnen hätten an dieser Studie Besitzer von 90'741 Laptops und Tablets teilgenommen, die ihre Geräte zwischen 2014 und Anfang 2017 gekauft haben. Aus den erhobenen Resultaten sei dann die zu erwartende Zuverlässigkeit aktueller Geräte ermittelt worden, heisst es weiter.
Allerdings hat 'The Register' zu den Zahlen nachgefragt und von Consumer Reports die Antwort erhalten, dass nicht alle Befragten tatsächlich Surface-Besitzer sind. Mitgeteilt worden sei, dass es "mindestens 300" seien, wobei die genaue Anzahl nicht offengelegt wurde.
Laut der Meldung sind von den aktuellen Tests Geräte mit abnehmbarer Tastatur betroffen wie etwa das neue Surface Pro, das Surface Book und die Surface-Laptops im herkömmlichen sogenannten Clamshell-Design. Der Entzug der Bewertung "Recommended" betrifft die Microsoft Surface Laptops mit 128 und 256 GByte sowie die Microsoft Surface Books mit 128 und 512 GByte.
Wie es weiter heisst, habe Microsoft die Zuverlässigkeit seiner Geräte verteidigt. "Wir glauben nicht, dass diese Ergebnisse die wahren Erfahrungen der Surface-Besitzer genau widerspiegeln", habe der Hersteller die Studienergebnisse bezweifelt.
Die Bewertung ist aber wohl nicht aus der Luft gegriffen. Das legt jedenfalls ein vor einem Monat veröffentlichter Erfahrungsbericht im 'c't Magazin' (kostenpflichtiger Artikel) nahe, der ebenfalls über Qualitätsmängel beim Microsoft Surface Book berichtete.
Demnach sei die Tastaturbeleuchtung so ungleichmässig, dass die Beschriftung bei bestimmten Lichtverhältnissen kaum noch erkennbar sei. Das Tablet raste nicht präzise in die Scharnierhalterung ein und sitze nicht immer mittig. Zugeklappt stehe das Tablet bei vielen Geräten sichtbar über. Außerdem sei der dünne Tablet-Teil bereits ab Werk an der Längsseite leicht verkrümmt gewesen oder habe sich nach einigen Wochen der Nutzung gebogen. Auch hätten die oberen Bildschirmzeilen beim Arbeiten geflackert. Nachdem auch das dritte Austauschgerät diesen Fehler aufwies habe der Autor des Magazins sein Notebook zurückgegeben. (vri)

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