US-Softwarehaus kauft Schweizer Softwarehaus

14. Juli 2020, 14:33
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Das Zürcher Unternehmen Beecom ist von Appfire, einem US-Anbieter von Applikationen für Entwicklerteams, gekauft worden.

Der Zürcher Jira-Spezialist Beecom ist gekauft worden. Käufer ist Appfire, ein in Boston beheimateter Anbieter von Applikationen für Entwicklerteams. Das US-Unternehmen baut damit sein Portfolio aus, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. 
Beecom schreibt auf seiner Website, dass Appfire bereits Anfang 2020 angeklopft habe, um seine Vision vorzustellen: ein Portfolio aus Atlassian-Produkten zu schaffen, welches den Grossteil des Atlassian-Ökosystems bedienen würde. Nach mehrmonatiger Zusammenarbeit habe man dann beschlossen, dass die Werte, die Kultur und die Vision der beiden Unternehmen gut zusammenpassen.
"Wenn Freunde zur Familie werden, verstärkt sich natürlich die Verpflichtung, zu wachsen und gemeinsam Grosses zu erreichen. In dem Masse, wie wir unter Appfires Fittichen wachsen, werden auch unsere Fähigkeiten wachsen, Produkte und Erfahrungen zu entwickeln, welche von den Mitgliedern des Atlassian-Ökosystems weltweit geschätzt werden", freut sich Fabian Hediger, Co-Founder von Beecom.
Die in der Schweiz entwickelten Produkte und der Support blieben wie bislang, man wolle aber den Kunden hierzulande künftig mehr bieten, versprechen die Unternehmen. Appfire will Ressourcen für die Weiterentwicklung der Beecom-Produkte zur Verfügung stellen.
Dazu gehört die JSU Automation Suite, die mit 18'000 Installationen zu den am weitesten verbreiteten Apps im Ökosystem von Atlassian zählt. Sie ist laut Firmen-Angaben unter anderem bei Cisco, Facebook, Nike und Tesla im Einsatz. Das JSU-Team bleibe gänzlich seinem Kernprodukt verpflichtet und stehe weiter unter der Leitung von Fabian Hediger, heisst es in der Mitteilung. Beecom zählt nach eigenen Angaben 32 Mitarbeitende.
Eine Transaktionssumme nennen die beiden Firmen nicht. Die Übernahme ist aber bereits die zweite Akquisition von Appfire. Das Unternehmen hat kürzlich mithilfe eines Tech-Investoren für 49 Millionen Dollar die Firma Botron Software aus Bulgarien gekauft.

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